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Informationen zu Kiesabbau

Pfarrerin Höppner-Miech und Pater Alois.
Pfarrerin Höppner-Miech und Pater Alois. FOTO: Privat
Mühlberg. Der 16. September des Jahres 2017 war ein gelungener Tag. Viele Radfahrer kamen zu dieser dritten Informations-Veranstaltung gegen den Kiesraubbau in unserer Region und interessierten sich für die Erläuterungen zu den an der Strecke liegenden Kieswerken. Claus-Peter Grobe

Auch Petrus war der Sache zugetan und ließ es nicht regnen. Alle trafen sich in der Altenauer Dorffesthalle, konnten Hunger und Durst stillen und sich anschließend in einer sehr informativen Präsentation informieren über die Dimensionen des bisher getätigten Kiesabbaus beider Kieswerke in unserer Region, die weit größeren zukünftigen Vorhaben und die dabei wesentlichen Versäumnisse im Umgang mit Natur und Umwelt. Dabei war zu erkennen, dass uns leider Politiker mit Einfluss fehlen, die gewillt sind, Natur, Umwelt und Heimat nicht in einem solchen Maße den Interessen der Wirtschaft zu opfern. Die Veranstaltung war gut besucht und es gab viel Beifall. Es wurde deutlich: Viele Bürger unserer Region sind nach wie vor interessiert an Informationen zu dieser Thematik und begrüßen die Aktivitäten zur Einschränkung dieses Kies-Raubbaus.

Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war der ökumenische Gottesdienst in der Dorffesthalle. Die meisten der Anwesenden haben daran teilgenommen und er war so gestaltet, dass sich auch nicht kirchlich Gebundene angesprochen fühlten. Die evangelische Pfarrerin Höpner-Miech und der katholische Pater Alois Andelfinger haben es verstanden, in den Minuten der Besinnung und innerer Einkehr darüber gemeinsam nachzudenken, diese Geschehnisse nicht unwidersprochen hinzunehmen. Es geht immer um die große Aufgabe für alle, die Schöpfung Gottes zu achten und zu erhalten. Möge es uns gelingen, die langfristigen Interessen am Erhalt von Landschaft, Identität und Boden schwerer wiegen zu lassen, als die mittelfristige höchstmögliche Ausbeutung am Bodenschatz Kies. Mögen wir gut miteinander ringen ohne einander zu Fall zu bringen. Es ist nicht meine Erde, es ist unsere Erde. Wir dürfen sie nutzen. Aber es ist Streit entstanden. Nun geht es hier nicht ums Recht haben und Recht bekommen - es geht nur darum, aus der Blindheit herauszugehen, sich manche Dinge neu anzuchauen oder sich dabei helfen zu lassen, die eigene Blindheit zu überwinden. Das geht - es geht wirklich - es wirkt, es wirkt wirklich - wenn wir daran glauben. Das ist aber keine leichte Herausforderung. Glauben wir´s einfach! Nach dem Segen für alle ließen beide neben der Halle zwei weiße Tauben aufsteigen als Zeichen der Hoffnung für den Erhalt unserer Heimat.