ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 19:42 Uhr

Impulsa Elsterwerda auf der EuroTier 2018
Impulsa-Technik für schonendes Melken

Vorstand Mathias Gärtner (l.) und Sevicemonteur Felix George mit dem neuen Quadrilactor – ein Melkgerät, mit dem das Melken der Zitzen einzeln gesteuert werden kann. Ab heute wird es auf der EuroTier gezeigt.
Vorstand Mathias Gärtner (l.) und Sevicemonteur Felix George mit dem neuen Quadrilactor – ein Melkgerät, mit dem das Melken der Zitzen einzeln gesteuert werden kann. Ab heute wird es auf der EuroTier gezeigt. FOTO: LR / Frank Claus
Elsterwerda. Elsterwerdas Melk- und Kühlanlagenspezialist stellt ab Dienstag seinen Quadrilactor auf der InterTier in Hannover vor. Von Frank Claus

Am Dienstag öffnet die Weltleitmesse für Tierhaltungsprofis, die EuroTier, auf dem Messegelände in Hannover bis zum 16. November ihre Tore. 2597 Aussteller aus 62 Ländern zeigen auf mehr als 260 000 Quadratmeter Hallenfläche Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft rund um die moderne Nutztierhaltung.

Mit dabei ist auch Elsterwerdas Impulsa AG, Spezialist für Melk- und Kühltechnik. „Die EuroTier hat einen ganz hohen Stellenwert auch für uns. Sie ist so etwas Ähnliches wie die Hannover-Messe für die Industrie“, sagt Mathias Gärtner, seit Juni dieses Jahres neben Roland Riegger Vorstand im Unternehmen.

Der Stand der Impulsa AG Melk- und Kühltechnik Elsterwerda auf der EuroTier in Hannover macht was her. – Der Quadrilactor ist am Montag prominent in der Mitte aufgebaut worden.
Der Stand der Impulsa AG Melk- und Kühltechnik Elsterwerda auf der EuroTier in Hannover macht was her. – Der Quadrilactor ist am Montag prominent in der Mitte aufgebaut worden. FOTO: LR / Impulsa AG

Die Melktechniker haben eigens für die weltweite Leitmesse der Branche einen sogenannten Quadrilactor entwickelt, der ein viertelindividuelles Melken von Kühen ermöglicht. Besonderheit: Dieses Melkgerät sorgt dafür, dass die Zitzen der Kühe einzeln angesteuert werden und der Melkvorgang unterbrochen wird, wenn über eine Zitze keine Milch mehr abgegeben wird. Das verhindert das sogenannte, für Tiere sehr schmerzhafte Blindmelken.

Was jetzt laienhaft erklärt ist, beschreibt Mathias Gärtner fachlich anspruchsvoller. Das viertelindividuelle Melksystem (das Melkgeschirr besitzt vier Melkbecher) mit sensorgesteuerter Einzelabnahme der Melkbecher sowie der präzisen Erfassung von Leitfähigkeit, Temperatur, Vakuum und Milchfluss garantiert die tägliche Überwachung der Eutergesundheit und der Funktion der Melktechnik.

Dabei sorgt die Vierteltrennung der Melkbecher dafür, dass die Vertikalkräfte gleichmäßig auf alle Zitzen verteilt werden und eine unnötige Zitzenbelastung durch Dreh- und Horizontalkräfte, die ein herkömmliches „Melkgeschirr“ erzeugt, vermieden werden.

Doch nicht nur für das Tier ist der Quadrilactor eine Erleichterung, auch für die Melker. Per Knopfdruck schwenkt das Gerät automatisch an die Ansetzposition direkt vor das Euter. Die Melkbecher können nun einzeln angesetzt werden.

„Das ist deutlich rückenschonender für die Melker. Setz mal einen ganzen Melkvorgang lang die Becher immer wieder an. Vorher hast Du dafür zwei Hände benötigt“, erklärt Mathias Gärtner. Ein Becher wiegt etwa 300 Gramm. Auch an problematischen Euterformen sei jetzt das Ansetzen einfacher und was ganz wichtig ist: Keiner der vier Becher berührt den Boden und muss erneut desinfiziert werden.

Das permanente Überwachen des Melkvorganges an jeder Zitze erlaubt auch eine genaue Beobachtung der Tiergesundheit. Die voll­automatische viertelindividuelle Einzelabnahme des Melkbechers nach Erkennen des Melkendes erfolgt ebenfalls ohne Berührung des Bodens. Die Melkbecher werden automatisch eingezogen und so im Magazin positioniert, dass die automatische Zwischendesinfektion reibungslos vonstatten gehen kann.

Servicemonteur Felix George, der am Montag das Gerät am Impulsa-Messestand in Hannover mit aufgebaut hat, sagt: „Das ist schon eine feine Sache – für Mensch und Tier.“

Es ist nicht die erste Spezialentwicklung aus dem Haus Impulsa. Fast die Hälfte der etwa 50 Mitarbeiter sind hochqualifiziert und exzellente Fachleute an den Fertigungsmaschinen. Für jede Haltungsform die richtige Lösung – Impulsa baut auch weiterhin unter anderem Rohrmelkanlagen, den Tandemmelkstand, den Fischgrätenmelkstand und Melkkarussells. Dabei liegt der Hauptmarkt in Deutschland. „Hier gibt es immerhin 60 000 Milchbauern, die auf sich zugeschnittene Lösungen suchen“, weiß Mathias Gärtner. Nach dem Russland-Handelsembargo konzentrieren sich die Auslandsgeschäfte vor allem in den baltischen Staaten, in Weißrussland, Österreich und der Schweiz. Und dass Impulsa Tüfftler hat, die spezielle Lösungen schaffen können, hat sich in der Metallbranche längst herumgesprochen. „Wir machen immer mehr Umsatz in der Lohnfertigung“, so der Vorstand sichtlich stolz.