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| 18:59 Uhr

Standesamtliche Premiere
Im Gärtnerhaus Elsterwerda wird jetzt auch geheiratet

 Nach der ersten Trauung im Gärtnerhaus: Standesbeamtin und Bürgermeisterin Anja Heinrich mit dem Brautpaar Katrin und Hubertus Markes.
Nach der ersten Trauung im Gärtnerhaus: Standesbeamtin und Bürgermeisterin Anja Heinrich mit dem Brautpaar Katrin und Hubertus Markes. FOTO: VRS
Elsterwerda. Am Wochenende hat die erste Trauung stattgefunden. Ein Ehepaar aus Herzberg hat sich in dem restaurierten Gärtnerhaus das Ja-Wort gegeben.

Eine steinerne Ananas steht auf einem Sockel vor dem ehemaligen Gärtnerhaus im Elsterwerdaer Schlosspark. Vielleicht kommen eines Tages auch noch zwei stilisierte Ringe hinzu. In dem zwischen 2013 und 2015 für rund eine Millionen Euro sanierten Gärtnerhaus, das seit der Modernisierung für Unterrichtszwecke des Elsterschloss-Gymnasiums genutzt wird, hat am Wochenende die erste Trauung stattgefunden. Als Standesbeamtin hat Bürgermeisterin Anja Heinrich Katrin und Hubertus Markes aus Herzberg in einer feierlichen Zeremonie getraut.

Für das Gärtnerhaus als Trauort haben sich Katrin und Hubertus Markes bewusst wegen dem einmaligen Ambiente von Park und Schloss entschieden. „Die Szenerie ist einzigartig. Ich bin glücklich, dass wir jetzt hier Paare trauen dürfen“, sagte Bürgermeisterin Anja Heinrich. Das neue Standesamt unter dem Dach des Gärtnerhauses eignet sich für kleine Gesellschaften. Bei Bedarf können aber auch Stühle hinzugestellt werden.

Damit kann in Elsterwerda jetzt in der Kleinen Galerie, im Stadthaus, im Schloss und nun im Gärtnerhaus an vier verschiedenen Orten standesamtlich geheiratet werden. Seit zwei Monaten werden von der Standesbeamtin nach der Trauung zudem zwei „Schlüssel zum Glück“ verschenkt. Dabei handelt es sich um fachgerecht aufgearbeitete alte Schlüssel, die in einem Kästchen vergeben werden. Perspektivisch können Paare an der nahen Parkbrücke auch Glücksschlösser anbringen. „Damit wollen wir den Status von Elsterwerda als Trauort untermauern“, erklärte Anja Heinrich.

In dem ehemals als Gewächshaus genutzten Gebäude hat der Hofgärtner des sächsischen Königshauses Johann Carl Gottlieb Seifert zwischen 1806 und 1837 vermutlich erfolgreich Ananas angebaut. Die sehr wahrscheinlich selbst im Winter großzügig beheizte Beetanlage auf der Südseite des Gebäudes ist heute mit einer begehbaren Glasscheibe überdeckt. So können sich Schüler und nun auch Brautpaare und ihre Gäste bei ihrem Aufenthalt in dem Gebäude mit dessen einmaliger Geschichte vertraut machen.

In Elsterwerda werden mit derzeit steigender Tendenz zwischen 80 und 100 Paare pro Jahr getraut.

(vrs)