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| 02:39 Uhr

Im Herbst soll die Kreuzung fertig sein

Die Kreuzung an der Tankstelle Haidchensberg ist gut zu erkennen. Sie wird ampelgesteuert. Der Radweg wird hier angebunden.
Die Kreuzung an der Tankstelle Haidchensberg ist gut zu erkennen. Sie wird ampelgesteuert. Der Radweg wird hier angebunden. FOTO: Frank Claus
Bad Liebenwerda. Die Konturen der neuen Kreuzung der B 101 und B 183 an der Tankstelle Haidchensberg bei Dobra sind bereits gut zu erkennen. "Im Herbst dieses Jahres soll hier der Verkehr rollen", gibt Bauüberwacher Volker Fuhrmann bei der Baustellenbegehung am Sonnabend bekannt und erntet dafür Respekt. Frank Claus

Immerhin hört dann die nervige Umfahrung um die Tankstelle auf.

Auch, dass es auf der Baustelle flutscht und das Vorhaben im Kosten- und Zeitrahmen liege, wird in Bad Liebenwerda hoch geschätzt. Dass die Stadt Bad Liebenwerda knapp 120 000 Euro für einen Abzweig zum Kiessee ausgibt, den aber erst mal für den Verkehr sperrt - auch das finden die etwa 60 Neugierigen, die der Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten Michael Stübgen zum Rundgang gefolgt sind, richtig. "Das soll die Zufahrt zum künftigen Naherholungszentrum, das wir gemeinsam mit der Stadt Elsterwerda entwickeln möchten, werden. Wenn wir sie jetzt nicht mitgebaut hätten, würden wir später vermutlich entweder gar keine bekommen oder den Antragsweg über schwierige Verfahren gehen müssen", so Bürgermeister Thomas Richter.

Was ärgerlich bleibt und auch an diesem Tag keine plausiblen Antworten findet: "Warum wird in diesem Bereich kein Kreisverkehr gebaut? Dann würde man keine zwei Kreuzungen benötigen." Das fragen die Bürger und ernten nur Schulterzucken. "Brandenburg will keine Kreisverkehre an zwei aufeinandertreffenden Bundesstraßen", heißt es. "Und was ist dann in Herzberg", lautet die Gegenfrage?

Michael Stübgen nutzt die Gelegenheit, an den schwierigen Verfahrensprozess vorm Bau der Ortsumfahrung zu erinnern und erklärt, dass auch die Ortsumfahrungen Elsterwerda, Plessa und Schwarzheide jetzt ausfinanziert seien. Bis 2030 solle sich hier deutlich was tun. "Das verdanken wir auch einer inzwischen ausgezeichneten Zusammenarbeit mit der Brandenburger Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD)", bekräftigt der Abgeordnete.

Im Trassenverlauf erläutert Volker Fuhrmann die Bauweise, berichtet, dass der höchste Punkt an der Brücke am Zeischaer Weg liegt und dass inzwischen die Arbeiten begonnen haben, um die Schwarze Elster im sogenannten Freivorbau zu überqueren. Dabei werde ein etwa sieben Meter langes Gerüst an die fertigen Brückenelemente geschraubt, die die Schalung samt Bewehrung und Beton aufnimmt. Stück für Stück werde so die Elsterbrücke geschlossen. Ein Verfahren, das beschlossen wurde, um aus Hochwasser- und Naturschutzgründen keinen weiteren Pfeiler ins Elstervorland zu stellen. "Das kostet aber zwei Millionen Euro mehr", so Michael Stübgen.