Seit 2018 zeichnet das Nachrichtenmagazin Focus die besten Kurorte Deutschlands aus. Bundesweit wurden alle 352 staatlich prädikatisierten Kurorte und Heilbäder erfasst. Um den Kurortcharakter festzustellen, flossen unter anderem Ergebnisse eines Fragebogens an die Kurverwaltungen, Übernachtungsquote und -dauer, Sport- und Freizeitangebote, Wanderwegenetz sowie die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Auswertung mit ein.

Bad Liebenwerda unter den 81 Besten

Im Ergebnis darf sich Bad Liebenwerda zu den 81 besten Kurorten Deutschlands zählen. Bürgermeister Thomas Richter, zugleich Vorsitzender des Gesundheits- und Kurorteverbands Brandenburg, nutzte die Gelegenheit, die Urkunde „Focus Top Kurort 2020“ an den Pflegedienstleiter der Median-Fontana-Klinik Bad Liebenwerda, Danny Weber, zu überreichen. „Die Geschichte unserer 204 Betten umfassenden Kliniken ist schon immer ein Teil der Geschichte des Moorbads Bad Liebenwerda gewesen. Daher sind wir stolz, die Urkunde jetzt in unserer Klinik aushängen zu dürfen. Wichtig ist für unsere Patienten, während eines Kuraufenthalts auch das Umland erkunden zu können. Mit der neuen Tourist-Information ist eine Anlaufstelle geschaffen worden, die dafür sorgt, dass keine Sehenswürdigkeit der Region unterschlagen wird.“

Kliniken sind ein Aushängeschild

„Auch wenn wir ein kleiner Kurort sind, so zeigt uns doch das Ergebnis der Focus-Aktion, dass wir uns nicht verstecken müssen“, so Richter. „Teil unseres guten Abschneidens sind definitiv auch unsere beiden Median-Kliniken, ohne diese ein Kurbetrieb nicht gewährleistet wäre.“ Aber Richter weiß auch, dass es weitergehen muss: „Endlich sind die Ortsumgehungen der Bundesstraßen 101 und 183 fertig. Damit kann die Innenstadt weiter beruhigt werden und wir kommen unserem Ziel der ‚Heilbad‘-Klassifizierung einen entscheidenden Schritt näher. Die dazu notwendige Messung der Schadstoffbelastung dürfte im Mai 2020 abgeschlossen sein.“

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Hoffen auf Wonnemar und Hotel

Auch in Sachen Bäderentwicklung wolle die Stadt am Ball bleiben. So wurde festgestellt, dass die Besucherzahlen des seit 15 Jahren im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft mit der Interspa in Stuttgart betriebenen Erlebnisbades Wonnemar leicht zurückgegangen sind. Deshalb werde reagiert, wenngleich die Umsetzung der Wonnemar-Erneuerung und ein geplanter Hotel-Neubau immer noch nicht in trockenen Tüchern sind. „Wir arbeiten aktiv an dessen Attraktivierung, denn im Vergleich mit anderen Bädern der Region hinken wir sonst hinterher. Gerade im strukturschwachen ländlichen Raum müssen wir an der guten Zukunft unserer Stadt für Bewohner und Gäste arbeiten, damit Bad Liebenwerda weiterhin immer liebenswerter wird“, sagt Thomas Richter.

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