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Ideentüftler wollen den Nachwuchs ans Dorf binden

Metallbauer Lothar Jetzsch zeigt zu besonderen Anlässen, wie Generationen vor ihm geschmiedet haben.
Metallbauer Lothar Jetzsch zeigt zu besonderen Anlässen, wie Generationen vor ihm geschmiedet haben. FOTO: cka
Möglenz. . Wie läuft Berufsorientierung im Normalfall ab? Praktika während der Schulzeit, Tipps der Eltern und die Beratung im BIZ sollen den Schüler auf Kurs bringen.

Dass es auch Möglichkeiten in der unmittelbaren Umgebung gibt, geht in der Vielfalt oft verloren. Tischler, Bauern oder Bäcker - die hiesigen Firmen suchen händeringend nach Nachwuchs. Der Verein "Möglenzer Schwalbennest" hat deshalb eine Idee. Die Mitglieder möchten zukünftig die Berufsorientierung der Kinder aus der Region beeinflussen und dabei auch auf ihren Ort aufmerksam machen. Im Juni soll das Projekt starten.

Ortsvorsteherin Elke Hainke macht Werbung: "Wir wollen die Beziehung der Betriebe zum Nachwuchs schon in der Grundschule aufbauen. Wir haben zwar schon einige Firmen im Boot. Aber wir sind offen für mehr." Verschiedene Berufsfelder sollen in Stationsarbeit vorgestellt werden. Hainke: "Jede teilnehmende Firma erstellt etwa fünf bis sechs Aufgaben. Wenn die Klasse dann die Berufsorientierung startet, wird erst Möglenz besichtigt. Wir haben immerhin um die 16 haupt- und nebenberuflich Selbstständige im Ort. Dann werden Gruppen an die Stationen geschickt." Zwei Berufsfelder lernen die Kids so an einem Tag kennen. Per Quiz werden sie auf Trab gehalten und können sich testen. Die Schüler erfahren, wieviel Gramm Reis in eine Hand passt. Warum braucht man Mathe zur Holzverarbeitung? Oder sie erfahren, dass Bauern auch Samstag und Sonntag in den Stall müssen, weil Kälber kein Wochenende machen.

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