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| 02:40 Uhr

"Ich würde es wieder so machen"

Die Augenarztpraxis von Carmen Brückner im Elsterwerdaer Gewerbe- und Gründerzentrum hat am 1. April dieses Jahres die ersten Patienten empfangen. Frank Claus

Mehr als 1000 Termine waren in den Tagen zuvor vergeben worden und auch jetzt ist das Terminbuch voll. Bis zum Sommer nächsten Jahres ist die Praxis ausgebucht.

Seit dem 15. März 2013 hatte die Stadt Elsterwerda keine Augenärztin mehr und bereits seit 2011 - da erklärte die Vorgängerin von Carmen Brückner, in zwei Jahren ihre Praxis in Elsterwerda aufgeben und in den Westerwald ziehen zu wollen - gelang es nicht, eine Nachfolgelösung zu präsentieren. Ein Vorwurf sei deshalb niemandem zu machen, denn die Stadt Elsterwerda, so Bürgermeister Dieter Herrchen, habe mit vielen Partnern versucht, eine schnelle Nachfolgeregelung hinzubekommen. Die Kassenärztliche Vereinigung, niedergelassene Ärzte, das Klinikum Elbe-Elster, ehemalige Ärztenetze - sie alle hätten versucht, die entstandene Lücke in der Facharztversorgung zu schließen.

Umso erfreulicher, dass es jetzt gelungen ist. Der Weg dorthin war nur möglich, so Medis-Geschäftsführer Dr. Carsten Jäger, weil drei Partner konsequent an einem Strang gezogen hätten. Das seien die Stadt Elsterwerda mit ihrer 100-prozentigen Tochter, der Gewerbe- und Gründerzentrum GmbH (GGZ), Medis, das Ärztenetz medizinischer Versorgung in Südbrandenburg und das Gesundheitszentrum Niederlausitz gewesen.

Die Gründerzentrum GmbH habe mit Zustimmung der Abgeordneten und des Aufsichtsrates 120 000 Euro in die Umgestaltung des Standortes investiert, "mit Blick in die Zukunft", wie Dieter Herrchen betont. Denn das Ärztenetz beabsichtige, die ehemalige Gründerschmiede noch nachhaltiger zum medizinischen Standort umzustrukturieren. Der Umbau der einstigen Gewerberäume binnen kurzer Zeit sei auch heute noch ein "Glanzstück örtlicher Handwerker und Planer" gewesesen, sagt der stellvertretende Bürgermeister Ansgar Große, lobt die Arbeit der Baufirmen und nennt stellvertretend Hauptauftragnehmer und Baubetreuer Dirk Wiedemann aus Kraupa. "Ich würde es jederzeit wieder so machen", meint Ansgar Große gestern und erinnert an die 1a-Koordination zwischen den Gewerken, die die schnelle Eröffnung der Praxis möglich gemacht hätte.

Ab heute ist die Augenärztin nach ihrem Unfall wieder vollumfänglich für ihre Patienten da.