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Hunderte Gäste zum Mahn- und Gedenktreffen erwartet

Neuburxdorf/Mühlberg. Mit den Worten "Das Schweigen ist vorbei" hatte der damalige Mühlberger Pfarrer Matthias Taatz im Jahr 1990 das erste Mahn- und Gedenktreffen am Lager Mühlberg eröffnet. Frank Claus

Mehrere Hundert Menschen aus allen Teilen der Bundesrepublik werden an diesem Freitag und Sonnabend zur inzwischen 27. Veranstaltung dieser Art erwartet. Am Hochkreuz am ehemaligen Lager werden sie den mehr als 6700 Toten des sowjetischen Speziallagers Nummer 1 am 9. September ab 10.30 Uhr gedenken. Zuvor findet um 9.30 Uhr bereits eine Gedenkveranstaltung auf dem Friedhof in Neuburxdorf statt. Um 10.30 Uhr gibt es im Zelt am Mühlberger Lagergelände einen ökumenischen Gottesdienst. Die Predigt hält Pfarrerin Kerstin Höpner-Miech. Sie wird von der Jugendkantorei Mühlberg begleitet. Um 11.30 Uhr wird Brandenburgs Wissenschaftsministerin Dr. Martina Münch am Hochkreuz die Gedenkrede halten.

Schon am Freitag gibt es ab 17 Uhr im Mühlberger Rathaussitzungssaal die Möglichkeit, mehr über das einstige Lager zu erfahren. Dr. Anna Kaminsky aus Berlin hält einen Vortrag unter dem Titel "Denkmale und Erinnerungsorte".

Der Initiativgruppe Lager Mühlberg ist es insbesondere zu verdanken, dass das verordnete Schweigen über das einstige Lager endlich beendet worden ist.