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| 02:41 Uhr

Hort und Schule agieren als Tandem

Sabastian Hilbert, Manuela Schulz, Andreas Claus und Reno Wolschke (v. l.) enthüllen die Tafel.
Sabastian Hilbert, Manuela Schulz, Andreas Claus und Reno Wolschke (v. l.) enthüllen die Tafel. FOTO: M. Claus/mcl1
Wahrenbrück. Mehr als 3500 Einrichtungen in Deutschland sind bereits "Haus der kleinen Forscher". Zertifiziert wird damit das kontinuierliche Engagement in den Bildungsbereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Seit dem 6. Mai gehört auch die Grundschule "Erich Schindler" in Wahrenbrück zu den zertifizierten mit der Besonderheit, als erste Schule im Land Brandenburg und als zweite Schule deutschlandweit dieses Zertifikat inne zu haben. Mona Claus / mcl1

Kindern, Eltern, Lehrern und Offiziellen stand die Freude ins Gesicht geschrieben. Die Redner unterstrichen das vorbildliche Engagement in der Zusammenarbeit von Schule und Hort mit reichlich lobenden Worten und kleinen Finanzspritzen. Bürgermeister Andreas Claus (parteilos) übergab einen Elektrotechnik-Baukasten und 50 Euro mit den Worten, "unbedingt die kindliche Neugier beizubehalten". Kurt Tranze, Ortsvorsteher in Wahrenbrück, spendierte 100 Euro für die Forschung, nicht ohne den Hinweis, dass die Schule Wahrenbrück schon immer spitze war. Weitere 100 Euro legte Manfred Stahr, Geschäftsführer der Röderland GmbH, für die jungen Forscher dazu.

Seit sechs Jahren gibt es die Kooperation zwischen der Wahrenbrücker Grundschule und der Röderland GmbH. Mit mindestens einem großen Erfolg: Ein ehemaliger Wahrenbrücker Schüler befindet sich jetzt im Unternehmen im zweiten Ausbildungsjahr zum Landwirt. Stahr ist begeistert von den Kindern der Klassenstufen fünf und sechs. Und umgedreht sind sie es vom Unternehmen. Da muss sogar am Schuljahresbeginn ausgelost werden, welche sieben Schüler in den Genuss zweier wöchentlicher Unterrichtsstunden in der Röderland GmbH kommen. Dort erfahren sie hautnah, welche Aufgaben in der Landwirtschaft an der Tagesordnung sind.

"Am 24. Mai findet wieder unser Verpächtertag in Bönitz statt. Dabei stellen die Kinder ihren Tätigkeitsbereich im Unternehmen vor", wirbt Manfred Stahr für den Tag der offenen Tür. "Derzeit seid ihr noch die kleinen Forscher, aber ich hoffe euch vielleicht bald einmal als große Forscher an der BTU Cottbus/Senftenberg begrüßen zu können", meinte Prof. Dr. Kathrin Lehmann, Professorin für Energietechnik an der Hochschule Lausitz, in ihrer Ansprache. Als Gastdozentin weilte sie bereits mehrfach an der Schülerakademie in der "Louise" Domsdorf, die ebenso einmal in der Woche für zwei Schulstunden von den Sechsern aus Wahrenbrück im Rahmen des Schwerpunktunterrichtes besucht wird. "Man ist nie fertig mit Forschen", meinte sie noch und ließ sich später von den Kindern mit sichtlicher Freude fast jedes vorbereitete Experiment erklären und vorführen. Die Finalrede schließlich kam von Inken Stobbe. Sie ist "Haus der kleinen Forscher"-Stiftungsmitglied und gratulierte den Kindern zum Zertifikat. Damit gehörte die Wahrenbrücker Schule zu den etwa 20 Einrichtungen im Landkreis Elbe-Elster, die diesen Titel jetzt zwei Jahre führen dürfen. Dass Wahrenbrück die erste Schule im Land Brandenburg ist, ist den neuen Zertifizierungsmodalitäten geschuldet, erklärte Sebastian Hilbert vom Landkreis am Rande. Keineswegs schmälern wolle er damit die erbrachten Leistungen und das Engagement der Lehrer und Horterzieher, sagte er. Das sei an der Schule in Wahrenbrück schon etwas Besonderes.

"Dort funktionieren Pädagogen und Horterzieher als ein prima Tandem", lobte er, "schließlich müssten beide zusätzliche Fortbildungen besuchen und zusammenarbeiten." Manuela Schulz, engagierte Hortleiterin der Happy Kids, Sebastian Hilbert vom Bildungsbüro des Landkreises, Bürgermeister Andreas Claus und Schulleiter Reno Wolschke enthüllten schließlich das Schild am Schuleingang, das auf die Einmaligkeit der Grundschule hinweist.

Der Becher-Rap krönte das Programm der Schüler, das für die Zertifikatsverleihung extra einstudiert wurde. Bei Bratwurst, Kuchen und mehreren Experimenten klang dieser besondere Nachmittag schließlich aus.

Die Schüler gestalteten ein kleines Programm.
Die Schüler gestalteten ein kleines Programm. FOTO: M. Claus/mcl1