Lesbische und schwule Menschen, bisexuelle und solche, deren biologisches Geschlecht nicht ihrer geschlechtlichen Identität entspricht, gibt es natürlich auch in ländlichen Gegenden wie Elbe-Elster.

Und es ist gut, wenn eine Initiative wie die LesBI-Schwule-Tour hier begrüßt und willkommen geheißen wird, wie es in etwa in Elsterwerda durch Bürgermeisterin Heinrich geschehen ist.

Was dabei aber augenscheinlich fehlt, ist, auf die Stimmen der Menschen selbst zu hören, die sich Treffpunkte und Sichtbarkeit für queere Menschen wünschen.  Einzuwenden, dass es so einen Ort nicht braucht, sondern queere Menschen sich überall in der Gesellschaft akzeptiert fühlen sollen, verfehlt den Punkt. Denn solange es in der Gesellschaft Vorurteile, und oft Feindseligkeit diesen Menschen gegenüber gibt, brauchen sie auch sichere Rückzugsräume. Und von der größeren Sichtbarkeit und mehr Kontakten mit Menschen, die sich in bestimmten Aspekten unterscheiden, aber nicht „anders“ sind, profitieren alle.

Daniel Roßbach