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| 12:07 Uhr

Holzhof-Vision: Nach dem Tennis ins Boot

Elsterwerda. Der Gewässertourismus soll in Elsterwerda in Fahrt kommen. Das war der Tenor während des Bürgerforums, das die SPD unlängst auf dem Holzhof veranstaltete. Der Tennisverein signalisierte, eine Anlegestelle an der Pulsnitz betreiben zu wollen (die RUNDSCHAU berichtete). Doch mittlerweile mehren sich kritische Stimmen zum Standort. Von Ines Klut

„Die Pulsnitz ist für den Gewässertourismus nicht geeignet“, so Roland Fiala, sachkundiger Bürger im Finanzausschuss. Das Problem: Nach einigen Metern flussabwärts Richtung Schwarze Elster werde der Paddler durch ein Wehr ausgebremst. Eine Anlegestelle an der Schwarzen Elster wäre sinnvoller. Bürgermeister Dieter Herrchen (parteilos) betonte, dass es für einen Standort an der Elster keinen Betreiber gebe. „Wir sind nun mal nicht das Filetstück im Gewässertourismus wie Uebigau-Wahrenbrück“, so Herrchen. Eine Anlegestelle an der Pulsnitz sei eine Möglichkeit, die wassertouristische Erschließung voranzubringen. Für die Stadt würden keine Kosten entstehen. Dieter Anders, Chef des Tennisvereins, sieht ohne Fördermittel keine Chance, die Investition in Höhe von etwa 50 000 Euro auf den Weg zu bringen. „Die Stadt muss schon auch hinter dem Projekt stehen. Es wäre die einzige Anlegestelle im Kreis, die finanziell nicht von der Kommune unterstützt wird“, betont der Vereinsvorsitzende. Im Alleingang werde der Tennisverein das Projekt auf keinen Fall vorantreiben.

Auch die Vorbehalte gegen die touristische Nutzung der Pulsnitz kann Anders nicht nachvollziehen. Im Gegensatz zur Schwarzen Elster sei die Pulsnitz ein ruhiges Gewässer. Flussaufwärts könne man bis Kmehlen paddeln.

Dieter Anders sieht in der Präsenz des Tennisvereins einen Vorteil für eine Anlegestelle an der Pulsnitz. „Von uns ist immer jemand vor Ort. Die Boote wären sicher untergestellt“, so der Vereinschef. Außerdem würde der Wassertourismus das sportliche Angebot auf dem Holzhof ergänzen und erweitern. Auch ein Shuttleservice sei möglich. Paddler könnten mit ihren Booten abgeholt werden, falls sie nur eine Strecke auf dem Wasser zurücklegen wollen. Für die Anschaffung von Leih-Booten müssten Sponsoren gewonnen werden.

Einen ersten Schritt in Richtung Anlegestelle hat der Tennisverein bereits unternommen. Um die Zuwegung vom Holzhof zur Pulsnitz zu befestigen, wurde ein Antrag auf finanzielle Unterstützung bei der Sparkasse gestellt.