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Holz verrottet: Bronzezeitdorf in Uebigau benötigt Hilfe

Uebigau. Die Anfang der 1990er-Jahre erbaute Bronzezeitsiedlung in der Uebigauer Heimatstube ist in die Jahre gekommen. Vor allem Holz ist verrottet. Sylvia Kunze

Seit Anfang März gibt es immer mittwochs ab 17 Uhr Arbeitseinsätze. Aber damit steht die Vereinsvorsitzende Carmen Lademann vor einem Problem: "Unsere Mitglieder sind alle nicht mehr die Jüngsten. Solche Instandsetzungsarbeiten schaffen sie nicht mehr." Sie hofft auf Hilfe aus der Stadt und von engagierten Privatpersonen mit handwerklichem Geschick. Die Stadt hat Holz bereitgestellt. Robinienstämme warten auf ihre Verarbeitung. "Vieles haben wir damals mit Kiefernholz gebaut. Das hält leider nicht lange. Mit Robinie sind wir da für die Zukunft besser dran", sagt die Chefin vom Uebigauer Heimatverein.

Die Stämme müssen zuerst von der Rinde befreit und anschließend geteert werden. Erst danach sind sie weiter zu verwenden. Zum Beispiel für den Weg zum Grubenhaus, dessen Zugang aktuell versperrt ist. Oder für die Reparatur der Wehrgangbefestigung. Oder für die Erneuerung der Leiter, die auf den Wehrturm führt, wenn sie dann wieder vollständig intakt ist. Das sind die vordringlichsten Arbeiten.

Und die Zeit drängt: Für den 22. April hat sich die erste Besuchergruppe in diesem Jahr angemeldet.