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| 18:32 Uhr

Abstimmen und Daumen drücken
Hohenleipischer Muna kämpft um Bundestrophäe

Jagdaufseher Sven Zlydnik vor einem der alten Bunker in der Muna.
Jagdaufseher Sven Zlydnik vor einem der alten Bunker in der Muna. FOTO: Veit Rösler
Hohenleipisch. Das Waldgebiet in Elbe-Elster ist einer von drei Bewerbern für den 1. Deutschen Waldpreis. Von Veit Rösler

Noch bis Samstag, 30. Juni, können Internetnutzer unter www.deutscher-waldpreis.de über den 1. Deutschen Waldpreis abstimmen. Das Waldgebiet in und um die Hohenleipischer Muna ist einer von drei Bewerbern auf die Trophäe. Neben den Mitbewerbern Karl Friedrich von Hohenzollern mit Waldgebieten um die Burg Hohenzollern bei Hechingen sowie Michael Fischer mit Familienbesitz im Spessart ist der Waldeigentümer der Muna und der sie umgebenden Gebiete Lutz Freytag aus Magdeburg der einzige Kandidat aus dem Osten Deutschlands.

In Hohenleipisch betreut Förster Sven Zlydnik die Flächen im Munagebiet, in dem sich heute noch 100 Deutsche Bunker aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges befinden. Bis 1992 war das Gebiet vom sowjetischen Militär besetzt.

Bei der Nutzung der Waldgebiete in und um die Muna wurde die flächendeckende reine kommerzielle Forstwirtschaft seit der Übernahme durch Waldeigentümer Lutz Freytag im Jahr 2005 schrittweise zurückgefahren. Heute steht fast die Hälfte der Fläche unter Naturschutz. In Zusammenarbeit mit dem Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft stehen heute mehrere Naturschutzprojekte auf der Prioritätenliste ganz oben. Herzstücke sind hierbei die Wiederansiedlung des Auerwildes, aber auch zahlreiche Fledermausprojekte in den ehemaligen Bunkern. Viele Bunker wurden als Quartiere für seltene Waldfledermausarten hergerichtet. Von den rund 100 Auerhühnern im Projektgebiet leben etwa 70 Tiere im Wald von Lutz Freytag. Die Baumbepflanzung des Gebietes wird sukzessive an die Bedürfnisse dieser geschützten Tiere angepasst.

Nach dem Abstimmungsende am 30. Juni wird das Ergebnis der Entscheidung um den 1. Deutschen Waldpreis am 19. Juli auf der Forstmesse in München bekannt gegeben. Sollte der 1. Deutsche Waldpreis nach Hohenleipisch gehen, so soll das damit verbundene Preisgeld vollständig dem Auerwild-Wiederansiedlungs-Projekt gestiftet werden.