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Hohenleipischer helfen Sri Lanka

Unterrichtsmittel und Spielzeug haben Doris und Jürgen Bormann bedürftigen Kindern übergeben.
Unterrichtsmittel und Spielzeug haben Doris und Jürgen Bormann bedürftigen Kindern übergeben. FOTO: Privat
Hohenleipisch. Es ist zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein der weltweiten Armut, aber lokal hilft er ungemein. Zum neunten Mal haben Doris und Jürgen Bormann im Auftrag vieler Spender aus dem Landkreis Elbe-Elster und darüber hinaus Kindern aus bitterarmen Familien auf der Insel Sri Lanka mit vornehmlich Sach-, aber auch Geldspenden geholfen. Manfred Feller

Es sind alles Mädchen und Jungen im schulpflichtigen Alter.

In der Inselrepublik besteht nach Auskunft des Hohenleipischer Rentnerehepaares zwar Schulpflicht, auch Schulgeld muss gezahlt werden - doch wie die Eltern ihre Kinder ausstatten, dies sei ihnen überlassen. Hilfe gebe es so gut wie gar nicht. Es herrsche teilweise große Armut, weil Arbeitsplätze Mangelware sind.

Doris und Jürgen Bormann fliegen seit 2009 jedes Jahr auf die beliebte Urlaubsinsel, um zu helfen. Ihr Ziel Hikkaduwa, ein Touristenort im Südwesten von Sri Lanka.

Die Spenden werden gezielt verteilt. Das dortige Sozialamt benennt Familien, die Hilfe besonders brauchen. Dieses Mal haben 25 Kinder vornehmlich Unterrichtsmaterial erhalten, wie Hefte, Radierer, Lineale, Stifte, aber auch ein paar Süßigkeiten und für die Kleinsten Spielzeug. Weitere 20 Kinder bekamen Schultaschen mit dem genannten Verbrauchsmaterial für den Unterricht. Die glücklichen Kinderaugen haben den Besuch aus dem Elbe-Elster-Land alle Strapazen der weiten Reise und die umfangreichen Vorbereitungen vergessen lassen, versichert Jürgen Bormann.

Im Laufe eines Jahres sammelt das Ehepaar Spendengelder. Dieses Mal halfen die Firma Favorit aus Hemslingen bei Bremen, Mitarbeiter der Firma Milan aus Elsterwerda, die Seniorensportgruppe des VfB Hohenleipisch, die Zahnarztpraxis Bölke aus Hohenleipisch und einige Privatpersonen. Der Einfachheit halber werden die Sachspenden auf der Insel gekauft.

Darüber hinaus, so berichtet Jürgen Bormann, gibt es mittlerweile etwa 20 Pateneltern aus dem Elbe-Elster-Landkreis, die Kinder auf Sri Lanka teilweise schon seit Jahren finanziell unterstützen. Das Geld an die armen Familien überbringen die Hohenleipischer jeweils persönlich. Damit sollen Schulbesuch und Bekleidung teilweise finanziert werden.

Doris und Jürgen Bormann haben selbst zwei Patenkinder. "Sie gehen beide zur Schule. Das Mädchen ist 15 und der Junge zwölf Jahre alt. Sie entwickeln sich gut. Unsere Hilfe hat sicher mit dazu beigetragen", hofft der Hohenleipischer auf eine gute Zukunft der Schüler. Ziel sei es, beiden eine Berufsausbildung zu ermöglichen. Dies sei auf Sri Lanka angesichts der wenigen Möglichkeiten gar nicht so einfach. In der Gegend von Hikkaduwa gebe es fast nur den Tourismus und die Landwirtschaft.

Spenden sind für die nächste Hilfsaktion im kommenden Jahr erneut notwendig. Auch neue Pateneltern dürfen sich melden. Kontakttelefon: 03533 7566.