ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:33 Uhr

Aufkauftradition wird wiederbelebt
Hohenleipisch will Kirschzentrum werden

Lecker! Die elfjährige Lili steht auf Kirschen. Für den Hohenleipischer Obst- und Gartenbauverein ist sie die Hoffnungsträgerin des wiederzubelebenden Obstanbaus in der Region. Ihr Opa Gert Anders leitet den 70 Mitglieder zählenden Verein seit einem Jahr.
Lecker! Die elfjährige Lili steht auf Kirschen. Für den Hohenleipischer Obst- und Gartenbauverein ist sie die Hoffnungsträgerin des wiederzubelebenden Obstanbaus in der Region. Ihr Opa Gert Anders leitet den 70 Mitglieder zählenden Verein seit einem Jahr. FOTO: Veit Rösler
Hohenleipisch. Nach einer sehr guten Blüte sind die Kirschbäume in der Obstbauregion Hohenleipisch/Döllingen voll beladen mit der süßen Sommerverführung. Der Obstbauverein in der Gemeinde Hohenleipisch organisiert daher in Kooperation mit dem Verein Kerngehäuse in Elsterwerda nach vielen Jahren wieder eine Sammelaktion für die roten Früchte, informiert Martin Schlünder von der Kompetenzstelle Streuobst.

An diesem Sonnabend und Sonntag, jeweils von 13 bis 18 Uhr, wird an dem traditionellen Sammelpunkt (Parkplatz Bauernring vor dem Kindergarten) eine Annahmestelle für Kirschen eingerichtet. Der Aufkaufpreis für das Kilo Kirschen beträgt in dieser Saison 70 Cent. Angenommen werden ausnahmslos voll ausgereifte und absolut ungespritzte Früchte. Da die Kirschen vermostet werden, müssen diese nicht mit Stil gepflückt werden.

In Kooperation mit Bauer Fruchtsaft in Bad Liebenwerda werden die Kirschen zu einem regionalen Obstwein weiterverarbeitet. Dieser werde ab August/September die regionale Produktpalette erweitern. Wird der Aufkauf angenommen, folgen im Herbst weitere Aktionen für Birnen, Äpfel und Quitten, heißt es.

Die Erntekampagne ist der Auftakt für die Wiederbelebung des Obstbaus in einer der traditionell bedeutendsten Kirschanbaugebiete der ehemaligen DDR. Sie wird innerhalb der Regionalen Kompetenzstelle - Streuobst im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, vom  Brandenburger Landwirtschaftsministerium und der EU gefördert.

(mf)