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Hohenleipisch und Plessa machen Zirkus

Mit fachlicher Hilfe wird hier die Taubendressur einstudiert.
Mit fachlicher Hilfe wird hier die Taubendressur einstudiert. FOTO: Manfred Feller
Dreska. Eines steht schon jetzt fest: Für die etwa eineinhalbstündigen Vorstellungen im Dreskaer Zirkuszelt am heutigen Mittwoch um 17 Uhr sowie am Donnerstag um 10 und 17 Uhr wird es tosenden Beifall geben. Denn in der Manege stehen keine Berufsartisten und Dompteure, sondern die etwa 230 Mädchen und Jungen der Grundschule Hohenleipisch/Plessa. Manfred Feller

Seit Montag üben sie unter der fachlichen Anleitung von zwölf Trainern vom 1. Ostdeutschen Projektcircus Andre Sperlich ihre Zirkusnummern ein. Es sind Seiltänzer darunter, Akrobaten, Trapezkünstler, Jongleure, Fakire, Clowns, Zauberer und Schwarzlichttänzer.

"Das alles ist vom Zirkus hochprofessionell vorbereitet", lobt Ines Zimmermann die Bedingungen. Die Lehrerin für Mathematik und Englisch in Hohenleipisch weiß eines ganz sicher: "Die Eltern und Großeltern werden begeistert sein, weil sie ihre Kinder so noch nicht gesehen haben."

Vor vier Jahren war der Projektcircus bereits in Plessa. "Das ist so gut gelaufen, dass wir ihn noch einmal bestellt haben", sagt Cornelia Fischer, stellvertretende Grundschulleiterin und Lehrerin. Neben dem gewünschten Zusammenhalt der beiden Schulstandorte geben diese vier Tage den Kindern auch persönlich sehr viel, versichert sie. "Sie erweitern ihren Horizont, werden selbstständiger und zeigen ihre verborgenen Talente. Es gibt Kinder, die sich sonst wenig trauen. Hier bekommen sie Selbstvertrauen und wachsen über sich hinaus."

"Unseren Projektcircus Andre Sperlich gibt es seit 13 Jahren", verrät Sylvia Sperlich. Sie war einst selbst Artistin und ist heute gewissermaßen die gute Seele des kleinen Familienunternehmens. Der Zirkus mit seinen Trainern aus bekannten Artistenfamilien sei so beliebt, dass er im Prinzip über Jahre hinweg ausgebucht ist.