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Kommunalpolitik
Hohenleipisch möchte viel investieren

Der Hohenleipischer Bürgermeister Lutz Schumann (M.) begrüßt zum ersten Neujahrsempfang neben Amtsdirektor Göran Schrey auch Anja Heinrich, die neue Bürgermeisterin der Nachbarstadt Elsterwerda.
Der Hohenleipischer Bürgermeister Lutz Schumann (M.) begrüßt zum ersten Neujahrsempfang neben Amtsdirektor Göran Schrey auch Anja Heinrich, die neue Bürgermeisterin der Nachbarstadt Elsterwerda. FOTO: Gemeinde Hohenleipisch
Hohenleipisch. Gemeinde wird ihr Bauprogramm noch in diesem Monat diskutieren. Es ist mehr Spielraum vorhanden.

Andere Kommunen schaffen den Neujahrsempfang ab oder tun sich mit den Nachbarn zusammen – Hohenleipisch mit dem Ortsteil Dreska fängt damit an. Eingeladen waren zum ersten Empfang überhaupt vornehmlich Vertreter von Vereinen und Gruppen, die sich besonders in der Gemeinde engagiert haben.

Einiges sei erreicht worden. Bürgermeister Lutz Schumann nennt den endlich soliden Haushalt, der nun mehr Gestaltungsspielraum möglich machen soll. Fertig geworden ist der U 7-Spielplatz auf dem Sportgelände. Gleich nebenan stockt der VfB sein Sportlerheim auf, das er dieses Jahr beziehen möchte. Der Mehrzweckraum in der Kita ist ausgebaut. Die Zufahrt zum Jugendclub wurde asphaltiert. Im Schulgarten finden die Kinder mit dem Gartenhaus nun bessere Bedingungen.

Mit Wohlwollen wird gesehen, dass wieder mehr junge Familien nach Hohenleipisch ziehen. Der Aderlass seit der Wende war groß. Mehr Kinder bedeuten aber auch, dass Tagesstätte und Hort ausgelastet sind. „Der Hort muss dieses Jahr erweitert werden“, kündigte Lutz Schumann bei dem Empfang an.

Damit war er auch schon bei den Plänen für 2018 – vorbehaltlich der Zustimmung der Gemeindevertreter, die am 27. Februar tagen. Unhaltbar sei der Zustand  des mehr schlecht als recht befestigten Parkplatzes am Bahnhaltepunkt. Die Fläche soll asphaltiert werden. Außerdem fehlen Fahrradständer für die Reisenden.

Kein Stück vorangekommen sei Hohenleipisch beim Umbau der alten Schule. Darin befindet sich die Bibliothek. Die Fördermittel hätten längst auf dem Weg sein müssen. „Wir wollen dieses Jahr unbedingt mit den Umbauarbeiten beginnen“, sagt Lutz Schumann.

Kümmern muss sich die Gemeinde auch um ihre 36 Wohnungen. Davon sind einige zu sanieren. Leerstand bedeute Einnahmeverlust.

In der Berliner Straße, zwischen Bahnhofstraße und Grenzweg, soll einseitig der Gehweg hergerichtet werden. Das fordern Einwohner seit langer Zeit. Auch hierfür soll es Fördermittel geben.

Weitere mögliche Investitionen der kommenden Zeit sind die Gestaltung am Kriegerdenkmal, das Pflastern vor der Trauerhalle in Hohenleipisch, das Trockenlegen und Malern der Friedhofshalle in Dreska, der Bau eines Unterstandes für die Kita und die Gestaltung des Parkplatzes an der Feuerwehr. Diese Aufzählung ließe sich fortführen.

Nach dem Besuch im vorigen Jahr in der Partnerstadt von Hohenleipisch werden 2018 Gäste aus Sassenburg zum Gegenbesuch erwartet. Das wird Mitte Juni sein.

(mf)