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| 13:04 Uhr

Regionale Sage nachgestellt
Der hölzerne Wirt steht jetzt in Pechhütte

 Der hölzerne Wirt von Pechhütte kurz nach seiner Ankunft.
Der hölzerne Wirt von Pechhütte kurz nach seiner Ankunft. FOTO: Frank Claus
Pechhütte. Kettensägenkünstler Roland Karl bereichert den Naturpark mit einem weiteren markanten Wegpunkt.

Wie schwer ist eine komplette Kneipe samt Wirt? Er weiß es: Roland Karl (58) aus Dobra. Im Auftrag des Naturparkes Niederlausitzer Heidelandschaft stellt der leidenschaftliche Kettensägenkünstler regionale Sagen nach.

Eine davon ist die Geschichte der Kneipe von Pechhütte. Die Pechbrennerei war einst harte Arbeit. Man verdiente nicht allzugut. So betrieb der letzte Pechmeister von Pechhütte, Johann Carl Bartzsch, nebenbei in seinem Haus eine Schenke. Irgendwann kam ihm die Idee, dass die Schenke direkt an der Hauptstraße stehen sollte. Da er gleichzeitig auch Straßenmeister war, benötigte er für seinen Plan keine Genehmigung. Er lud sein Holzhaus auf eine Karre und rollte es an die Chaussee. Dort baute er seine Kneipe neu auf. Und da steht sie heute noch.

Der Naturpark setzt seit Jahren solche alten Geschichten in lebensgroße Objekte um, die dann vor Ort zu Zielpunkten oder Wegweisern von Radwanderwegen ausgebaut werden. Am Donnerstag, 28. März, hat nun auch der hölzerne Wirt von Roland Karl in Pechhütte seinen Bestimmungsort gefunden.

 Der hölzerne Wirt von Pechhütte von Kettensägenkünstler Roland Karl (58) ist am Donnerstag von Dobra nach Pechhütte umgezogen.
Der hölzerne Wirt von Pechhütte von Kettensägenkünstler Roland Karl (58) ist am Donnerstag von Dobra nach Pechhütte umgezogen. FOTO: vrs
(vrs)