ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 11:05 Uhr

Kreisschau
Höchste Züchterehrung für den 16-jährigen Martin Schieritz

Die Jugendzüchter Noah Noel Freude (11) aus Torgau und Martin Schieritz (16) aus Möglenz bei der Kreisgeflügelschau von Bad Liebenwerda.
Die Jugendzüchter Noah Noel Freude (11) aus Torgau und Martin Schieritz (16) aus Möglenz bei der Kreisgeflügelschau von Bad Liebenwerda. FOTO: Mirko Sattler
Zobersdorf. Rassegeflügelzüchter aus dem Altkreis Bad Liebenwerda präsentieren 320 Tiere bei der Kreisschau in Zobersdorf. Von Mirko Sattler

Mehr als 320 Tiere der Gattung Geflügel konnten am vergangenen Wochenende im Saal der Gaststätte „Zur grünen Linde“ im Bad Liebenwerdaer Ortsteil Zobersdorf bestaunt werden.

Da diese Kreisschau des Altkreises Bad Liebenwerda schon für 2017 geplant war, leider aber nicht stattfinden konnte, ist der veranstaltende Rassegeflügelzuchtverein Bad Liebenwerda glücklich, dass es in diesem Jahr geklappt hat. „Wir sind froh darüber, dass die Schau jetzt stattfinden kann. Denn leider wurde im vergangenen Jahr die von uns geplante Veranstaltung auf Grund der Geflügelpest durch das Veterinäramt untersagt“, erinnerte der Vereinsvorsitzende Harry Käthner in seinem Grußwort.

Viele Züchter sind im letzten Jahr durch die verordnete Stallpflicht an ihre züchterischen Grenzen gestoßen. Die Erfolgsquote lag bei unter 50 Prozent. Umso erfreulicher ist, dass am Wochenende 44 Aussteller ihre Tiere dem Fach- wie auch dem interessierten Publikum zeigten.

So konnte man neben dem klassischen 63 Zwerghühnern auch 34 Großhühner, 153 Tauben und 29 Puten und Enten sowie zwei Fasane bestaunen. Hinzu kommen noch die 47 Tiere der sieben ausstellenden Jugendzüchter.

Martin Schieritz, einer der Jugendzüchter, erhielt sogar die Bundesmedaille, die höchste zu erreichende Auszeichnung. Er sagt: „Ich beschäftige mich schon von klein auf mit Tieren. Die Anfangstiere für meine Zucht der Rasse Zwerg-Wyandotten schwarz-weißgescheckt hatte mir mein Opa gekauft. Erst später habe ich dann angefangen, die Eier zu bebrühten. Da aber die Naturbrut sehr zeitaufwendig ist, züchte ich mit einem Brutschrank.“ Weil der 16-Jährige noch in die Schule geht, unterstützt ihn seine Familie. „Pro Tag brauche ich gut eine Stunde für mein Hobby. Tagsüber kümmern sich meine Großeltern um die Küken“, erklärt der Möglenzer, der gut 20 Tiere besitzt. Und was sagen seine Mitschüler zu seiner Freizeitbeschäftigung?. „Die wissen nichts davon“, sagt Martin.

Ebenfalls eine Auszeichnung für seine Zuchterfolge hat Noah Noel Freude aus Torgau bekommen. Für den Elfjährigen aus Torgau war es zwar noch keine Bundesmedaille wie bei Martin Schieritz, dafür aber der Ehrenpreis des Kleintierzuchtvereins „Elsterperle“ aus Elsterwerda. „Ich züchte schon – wenn es hoch kommt – fünf Jahre. Die Fachkenntnisse bekomme ich von meinem Opa, der mich tatkräftig unterstützt, da meine federfüßigen Zwerghühner zitron-porzellanfarbig sehr schwer zu züchten sind. Sie haben anders als die meisten anderen Hühner an den Füßen Federn“, sagt Noah Noel Freude. Wie Martin Schieritz, züchtet auch Noah Noel Freude mittels Brutapparat. „Wir haben es einmal mit der Naturbrut probiert. Dies ist aber schwierig, da die Hühner dann ein ruhiges Umfeld benötigen. Auch kommen die Küken nicht zur idealen Zeit im  März/April zur Welt“, erklärt der Elfjährige fachmännisch.

Preise und Prämierungen sind den Züchtern Lohn für ihre Mühe. Bei der Kreissschau in Zobersdorf wurden 25 Preise vergeben.