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Hochwasserschutz: Wie ist der Stand?

Mühlberg. Seit dem Oderhochwasser 1997 hat das Land Brandenburg nach eigenen Angaben 435 Millionen Euro in den konzeptionellen und investiven Hochwasserschutz aus Landes-, Bundes- und EU-Mitteln investiert. Für die 20 Kilometer Elbe auf Brandenburger Gebiet – die über hundert Jahre alten Deiche waren beim Hochwasser 2002 erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden – hat das Land Erreichtes bilanziert und die künftigen Vorhaben präzisiert. red/fc

Aus der Presssmitteilung ist zu entnehmen, dass seit 2010 bis Ende 2014 rund acht Kilometer (40 Prozent der Deiche und Hochwasserschutzanlagen), insbesondere am Hafen von Mühlberg, saniert worden seien. Bei den noch unsanierten Abschnitten, vor allem im Bereich zur Landesgrenze zu Sachsen, zeigten sich im Hochwasser 2013 Schwachstellen. Einige konnten während des Hochwassers mit sofort eingeleiteten Baumaßnahmen gesichert werden, einige auf der Grundlage weiterer Planungen. In diesem Jahr soll demnach die Schwachstellenbeseitigung (Investitionssumme rund 1,4 Milllionen Euro) abgeschlossen werden. Unabhängig davon seien grundhafte Sanierungen der Altdeiche in verschiedenen Abschnitten geplant, die mit aufwendigen Verfahren (Planfeststellungsverfahren) verbunden seien und schrittweise realisiert würden.

Rund um Mühlberg hätten die Experten für die Brandenburger Elbdeiche vier Teilabschnitte festgelegt. Die Deichsanierung des nördlich von Mühlberg gelegenen Abschnitts ist bereits abgeschlossen. Für den anschließenden Abschnitt 2 zwischen Altbelgern und Brottewitz werde aktuell das Planfeststellungsverfahren durchgeführt. Der Teilabschnitt von Brottewitz bis Seeschleuse innerhalb der Ortslage Mühlberg sei bereits genehmigt, die Ausführungsplanung werde bis zum nächsten Jahr erarbeitet, so dass voraussichtlich ab 2017 mit den Bauarbeiten begonnen werden könne. Für den 4. Abschnitt bis zur sächsischen Landesgrenze werde in diesem Jahr das Genehmigungsverfahren vorbereitet. Für den Bereich bei Borschütz seien aktuell erweiterte Untersuchungen für verschiedene Hochwasserrückhaltungen beauftragt.