Darauf haben die Mühlberger Einwohner lange gewartet. Jetzt beginnen die Bauarbeiten für den Hochwasserschutz direkt im Stadtgebiet. Ein besonders neuralgischer Abschnitt ist der Damm ab Stadthafen hinter den Häusern und Gärten der Breitscheidstraße.

2002 drohte in Mühlberg ein Deichbruch

Beim Jahrhundert-Elbehochwasser 2002 drohte dort der Damm zu brechen. In diesem Bereich sind nun Bäume und Sträucher gerodet und Grundstückszäune zunächst provisorisch versetzt worden. Wie im anschließenden Abschnitt bis zur Seeschleuse werden dort Spundwände in den Damm getrieben. Diese werden mit einer Betonkuppe als seitliche Begrenzung für den hinter der Breitscheidstraße neu zu bauenden drei Meter breiten, asphaltierten Deichverteidigungsweg versehen.

Dresden/Mühlberg

Neue Anbindung für Industriehafen

Die Grundstückszäune werden auf Kosten des Landes als abnehmbare Zäune neu gebaut. In Hochwasserlagen soll das die Möglichkeit geben, sie zu entfernen, um zum Beispiel in diesem Bereich Sandsäcke abzulagern. Die Tiefbaumaßnahmen sollen im August/September beginnen.

Bereits im Bau ist die Verlegung der Seeschleuse und die damit einhergehende neue Anbindung des Industriehafens. Dort bekommt der jetzige Weg eine leicht veränderte Lage. Nach Angaben des Landesumweltamtes sollen auch an weiteren Elbe-Abschnitten die Bauarbeiten beginnen. Am 19. März ist eine Informationsveranstaltung für den Bereich zwischen Martinskirchen und Altbelgern geplant. Nach Bauunterbrechung geht das Amt davon aus, noch in diesem Jahr den Abschnitt an der Zuckerfabrik Brottewitz fertigstellen zu können.