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Jetzt bloß kein Hochwasser!
Desaster am Elster-Deich

Wehe, wenn ein Hochwasser kommt: Am Damm der Schwarzen Elster bei Elsterwerda sind nach den Herbststürmen immer noch nicht alle Schäden beseitigt. Gegenüber des Gewerbegebietes klaffen noch große Löcher im Damm und sind Baumstubben immer noch nicht beräumt.
Wehe, wenn ein Hochwasser kommt: Am Damm der Schwarzen Elster bei Elsterwerda sind nach den Herbststürmen immer noch nicht alle Schäden beseitigt. Gegenüber des Gewerbegebietes klaffen noch große Löcher im Damm und sind Baumstubben immer noch nicht beräumt. FOTO: Frank Claus / LR
Elsterwerda. Schäden der Sommer- und Herbststürme 2017 sind immer noch nicht beseitigt. Von Frank Claus

Tiefe Krater und in den Himmel ragende Riesen-Baumstumpen am Damm der Schwarzen Elster bei Elsterwerda (Elbe-Elster). Noch immer sind die Dämme im Kurpark in Bad Liebenwerda gesperrt. Der Unmut der Anwohner wächst. Denn die Schäden in Bad Liebenwerda rühren vom Sommersturm im Juni des vergangenen Jahres, die in Elsterwerda haben „Xavier“ und „Herwart“ im Oktober hinterlassen.

Wie sollen sie den Meldungen zum Hochwasserschutz glauben, wenn nicht einmal Reparaturen gelingen?

Die Bürgermeister am Elsterlauf sind frustriert. Sie zeichnen ein verheerendes Bild zum erreichten Stand des Hochwasserschutzes an der Elster. Die Stadtväter aus Herzberg, Bad Liebenwerda und Uebigau-Wahrenbrück sagen: Bis auf Planungen ist nichts passiert. „Wir wissen immer noch nicht, wann bei uns gebaut wird“, schimpft Bad Liebenwerdas Bürgermeister Thomas Richter. Die CDU-Landtagsabgeordnete Anja Heinrich hat zu den Sturmschäden an Elster und Pulsnitz die Landesregierung konfrontiert. Viel Erhellendes wird sie nicht erfahren. Über einen Nachtragshaushalt sollen zwei Millionen Euro für die Beseitigung der Schäden an den Dämmen bereitgestellt werden, erklärt Kurt Augustin, Abteilungsleiter im brandenburgischen Umweltministerium. Und er sagt auch: „Wir sind bei den Planungen für Herzberg, Bad Liebenwerda, Elsterwerda und Lauchhammer zwar vorangekommen, aber wir haben auch 2018 und 2019 noch keinen Baubeginn.“