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Auf der Ziellinie?
Hochspannung sorgt für Spannungen

Wie man sieht, sieht man nichts. Die Hochspannungsleitung über der Bundesstraßenkreuzung am Einkaufszentrum Bad Liebenwerda aus Richtung Elsterwerda sorgt für Verzögerungen bei der Montage der Ampelkästen an den Auslegern. Bald soll es soweit sein.
Wie man sieht, sieht man nichts. Die Hochspannungsleitung über der Bundesstraßenkreuzung am Einkaufszentrum Bad Liebenwerda aus Richtung Elsterwerda sorgt für Verzögerungen bei der Montage der Ampelkästen an den Auslegern. Bald soll es soweit sein. FOTO: Manfred Feller / LR
Bad Liebenwerda. Neue Ampelanlage bei Bad Liebenwerda sollte längst in Betrieb sein. Problem ist nun doch kein Problem. Von Manfred Feller

Seit Monaten ist die neue B 101/183-Kreuzung vor Bad Liebenwerda aus Richtung Elsterwerda baulich fertig. Doch die Ampelmasten samt Ausleger stehen immer noch funktionslos herum. Im Oktober 2017 sollte der Verkehr – durch Lichtsignale geregelt – rollen. Stattdessen nehmen die Fahrzeugkolonnen nach wie vor die lästige, kurvenreiche Umfahrung um die Tankstelle herum. Erst wenn die Lichtsignalanlage funktioniert, kann der eine neue, noch gesperrte Arm zur Kreuzung geöffnet werden.

Den Schwarzen Peter bekommt die Hochspannungsleitung über dem Verkehrsknoten. Oder sollten ihn doch besser jene Planer erhalten, die wohl sorgenfrei den Blick nach oben gerichtet und losgezeichnet haben? Fakt ist, der Betreiber der Hochspannungsleitung hatte den Fortgang der Montagearbeiten an der Kreuzungsampel zwischenzeitlich mit dem möglicherweise zu geringen Abstand zu den gebogenen Ampelauslegern untersagt. Es könnte zu Störungen kommen.

„Der Netzbetreiber hatte einen Kreuzungs- und Abstandsnachweis gefordert“, sagt Bodo Schulz, Dezernatsleiter Verkehrstechnik des Landesbetriebes Straßenwesen Brandenburg. Dieser Nachweis sei am 8. Januar beim Bauherrn eingetroffen und dann an den Netzbetreiber gesandt worden. „Die notwendigen Abstände werden eingehalten. Wir haben die Baufreigabe beantragt und erwarten diese in den nächsten Tagen“, zeigt sich Bodo Schulz zuversichtlich.

Die Endmontage gehe dann recht schnell. Es sind fast nur noch die Signalgeber (Ampelkästen) an den Auslegern zu montieren. Alle notwendigen Leitungen liegen an, heißt es. Für die Verkehrsfreigabe sind eine eingeschaltete Lichtsignalanlage und die vorfahrtsregelnde Beschilderung erforderlich. Der Dezernatsleiter rechnet damit, dass dies bald geschehen kann, ohne sich auf einen Termin festlegen zu können.

Doch damit ist die Kreuzung noch längst nicht vollständig. Es fehlen die neuen Tabellen- und Vorwegweiser. „Es hat immer wieder Korrekturen gegeben“, benennt Bodo Schulz den Grund. Über den Inhalt mussten sich der Landesbetrieb Straßenwesen, das Straßenverkehrsamt des Landkreises Elbe-Elster und die Stadt Bad Liebenwerda einigen. Die Kurstadt wollte auf ihre Besonderheiten hinweisen. Übrig geblieben sei das Wonnemar. Ansonsten werden die Zielorte weiträumig in alle Richtungen benannt – von Elsterwerda über Herzberg bis Riesa, Torgau und Berlin.

Bereits montierte Ampelkästen an den Masten sind abgedeckt.
Bereits montierte Ampelkästen an den Masten sind abgedeckt. FOTO: Manfred Feller / LR