Von Frank Claus

Die Reiss Büromöbel GmbH Bad Liebenwerda errichtet im Gewerbegebiet Lausitz eine etwa 12 500 Quadratmeter große, neue hochmoderne Produktionshalle. Bis zum Jahr 2022 investiert das Unternehmen rund 30 Millionen Euro in die beiden Standorte in Bad Liebenwerda und Lausitz sowie in die Digitalisierung der Produktion. Produziert werden soll künftig  auf „zukunftsstarkem Industrie 4.0-Niveau“.

Erster großer Testlauf im September

Mit modernster Fertigungstechnologie und intelligenten Maschinen soll in Lausitz zukünftig der gesamte Fertigungsprozess der Holzbearbeitung sowie die Montage und der Versand erfolgen. Im September, so die Zielsetzung, soll es den ersten großen Testlauf im Zusammenspiel der Maschinen und Anlagen geben. Ab Oktober solle „eines der leistungsfähigsten Werke in der Branche“, so die Geschäftsführung, den laufenden Betrieb aufnehmen. Ab 2020 werde in einer weiteren Ausbauphase der Standort in Bad Liebenwerda reorganisiert und die Metallbearbeitung bis 2022 auf den Stand Industrie 4.0 gebracht.

Arbeiten laufen parallel

In Lausitz, so Projektleiter Henning Stratmann, laufen gegenwärtig viele Arbeiten parallel. So sind am Dienstag die ersten Elemente der neuen Lüftungs- und Entrauchungsanlage angeliefert worden. Insgesamt 17 Lkw bringen genau terminisiert die 32-Tonnen-Fracht, die sofort montiert wird. Für die Männer der Firma Wisag, Industrie Service Gruppe, nach eigenen Angaben einer der führenden Industriedienstleister Deutschlands, bei Temperaturen um die 40 Grad eine schweißtreibende Angelegenheit. Die verzinkten Metallteile sind in der Sonne teilweise so heiß geworden, dass sie nur mit Handschuhen angefasst werden können.

Auch der Aufbau des 20 Meter hohen Späne-Silos, Durchmesser zehn Meter, hat am gleichen Tag begonnen. Die Halbschalen aus Beton werden nacheinander montiert. Im unteren Bereich befindet sich die künftige Heizungsanlage, darüber das große Späne-Silo.

Die Tiefbauer arbeiten im Außenbereich an den Flächen des Wareneingangs und Versands sowie auf den künftigen Parkflächen dem neuen Firmengebäude gegenüber.

Meterlange Anlagestrecken faszinieren

Die Arbeiten an der Fassade des neuen Werkstandortes sind fast abgeschlossen, in der wegen guter Wärmedämmung gut temperierten Halle fällt nicht nur das ausgeklügelte Be- und Entlüftungskanalnetz unter dem Dach auf, auch die mehrere Meter langen Anlagenstrecken, die gegenwärtig eingerichtet werden, faszinieren. Computergesteuert sind Teile von Maschinen bereits im Probebetrieb.

Der Ausbau von Büro-, Sozial- und Ausstellungsräumen läuft auf Hochtouren.