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| 12:11 Uhr

Wie vor 100 Jahren
Hirschfelder feiern mit allen Sinnen

So etwa wurden früher die Krautpebben und Fettbemmen während der Mittagspause den Erntehelfern auf dem Feld gereicht. Die Hirschfelder Senioren leben die Tradition.
So etwa wurden früher die Krautpebben und Fettbemmen während der Mittagspause den Erntehelfern auf dem Feld gereicht. Die Hirschfelder Senioren leben die Tradition. FOTO: Wolfgang Kniese
Hirschfeld. Beim Erntefest essen die Senioren wie die Bauern und ihre Erntehelfer auf den Feldern vor 100 Jahren. Von Wolfgang Kniese

Zum traditionellen Erntefest trafen sich die Hirschfelder Senioren gerade im herbstlich bunt geschmückten Saal, der Gasstätte „Zum Hirsch“. Ein besonderer Blickfang war der Tisch, auf dem Früchte aus den Gärten, manchmal auch aus Nachbars Garten und von den Feldern, dekorativ aufgestellt waren. Diesen besonderen Schmuck hatten die Vorstandsmitglieder des Seniorenvereins zusammengetragen. „Damit wollen wir einen Teil dessen zeigen, was wir trotz des langanhalten, heißen und trockenen Wetters in diesem Jahr geerntet haben“, so Wolfgang Kohl, der Vereinsvorsitzende.

Es war schon eine Augenweide, die besonders schönen roten Äpfel, gelben Birnen, Weintrauben, Nüsse und die wohlriechenden Quitten anzusehen. Die die herrlich gebundenen Sträuße von Gartenblumen, verlockten zum Riechen. Auch das Erntebrot, gebacken und gesponsert vom Bäckermeister Wiesenberg, war etwas Besonderes.

Nach dem Kaffeetrinken wurde von einigen engagierten Mitgliedern ein Kulturprogramm gestaltet. Das Thema: „Pause bei der Ernte“. Es wurde ein traditionelles Ernteessen – das sind Fettbemmen und Krautpebben (Krauteintopf mit Blutwurst) – verteilt, wie es den Bauern und ihren Erntehelfern auf den Feldern vor 100 Jahren gebracht wurde. Kräftig wurde zugelangt. Andere Mitglieder traten als „Die Damen von der Heilsarmee“ auf und sorgten damit für eine ausgelassene Stimmung.  Gesellig und mit interessanten Gesprächen klang das Treffen der „jungen Alten“ aus.