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| 02:42 Uhr

Hirschfelder blasen den Marsch

Ein neuer Tambour-Stab für den Hirschfelder Jugend-Spielmannszug zur Landesmeisterschaft der Brandenburger Spielleute. Vereinschef Günther Müller und Stabführerin Hanna Stange mit Nachwuchskraft Brooklyn in ihrer Mitte.
Ein neuer Tambour-Stab für den Hirschfelder Jugend-Spielmannszug zur Landesmeisterschaft der Brandenburger Spielleute. Vereinschef Günther Müller und Stabführerin Hanna Stange mit Nachwuchskraft Brooklyn in ihrer Mitte. FOTO: Veit Rösler/vrs1
Hirschfeld. Er soll ihnen Glück bringen, der neue Tambour-Stab für den Hirschfelder Jugendspielmannszug. Am Samstag reisen 35 Kinder und Jugendliche des Spielmannszuges Deutsche Eiche Hirschfeld zusammen mit Eltern und Trainern nach Brandenburg an der Havel, um am ersten Festival der Klänge, der Landesmeisterschaft der Brandenburger Spielleute, teilzunehmen. Veit Rösler / vrs1

Vereinschef Günther Müller ist zuversichtlich, dass die Jugendlichen des Vereins dabei einen vorderen Platz ergattern. Alle Spitzenzüge des Landes werden mit einer Jugend-Formation vertreten sein. Etwa zehn Teams werden erwartet.

Nicht nur Glück ist nötig. "Dazu gehört ein unendlicher Aufwand an Training. Und es ist ein knallhartes Training", lässt Günther Müller durchblicken. Man habe in den letzten Wochen nahezu jede freie Minute geübt, geübt und geübt. Die Kinder und Jugendlichen bringen nach dem harten Training zum Teil Leistungen, die so mancher Erwachsene nicht mehr drauf hat.

Immerhin sei ja auch für den ganzen Verein wichtig, das immer wieder Kinder und Jugendliche nachrücken. "Sie sind ehrgeizig. Sie wollen in Brandenburg einen vorderen Platz gewinnen. Dafür wird geübt, was überhaupt irgend machbar", beschreibt Günther Müller die vergangenen Wochen. Jede auch noch so winzige Kleinigkeit wurde so lange geübt, bis sie gesessen hat. Und dazu gehört auch der neue Tambour-Stab, mit der die 15 Jahre alte Stabführerin Hanna Stange ihre Formation anführen wird.

Der alte Stab war bei einem Training zerbrochen. Die Stäbe sind hohen Belastungen ausgesetzt. Schnell kann es geschehen, dass sie aus Versehen anstoßen, vor allem niedrige Hallen, Toreinfahrten und auch Türrahmen sind schon so manchem Tambour-Stab zum Verhängnis geworden. Sie sind ständig in Betrieb und schnell sind sie eingebeult. Insgesamt 500 Euro haben die Hirschfelder Spielleute für den neuen Tambour-Stab ihrer Jugendformation in einer Manufaktur für Musikinstrumente ausgegeben. Dafür wird übrigens noch ein Sponsor gesucht. Mit bis zu 800 Euro kann so ein präzise gearbeiteter Stab aus besten Hölzern zu Buche schlagen.

Für den Nachwuchs muss der Stab besonders leicht sein. Der Stabführer spielt in der Formation eine wesentliche Rolle, die bei einem Musik-Wettkampf wie am Wochenende in Brandenburg mit bewertet wird. Chorleiter und Dirigenten klassischer Orchester kennen nur den kleinen Dirigentenstab, der Stabführer eines Spielmannszuges kann diesen jedoch nur bei Bühnenauftritten einsetzen. Beim Marschieren würden die Mitglieder des Zuges seine Anweisungen nicht sehen können. Deshalb hat der Stabführer den Majorsstab, mit dem er Marsch- und Spielbefehle geben kann.