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Hier wird gern gemeinsam gefeiert

Haida.. Klar kennt man Haida! Ist das nicht einer der Orte, in dem alle an der Hauptstraße wohnen wollen, kommt Durchreisenden manchmal scherzhaft über die Lippen. Fast zwei Kilometer zieht sich die Hauptstraße durch den Ort. An einer fast durchgehend mit älteren, neuen und sanierten Eigenheimen bebauten Straße. Zwischendrin immer mal wieder ein kleines Unternehmen, der Friseur, das Lebensmittelgeschäft, Gastronomie. Auffällig im Ort ist außerdem das viele Grün, die mit Blumen liebevoll gestalteten Vorgärten, akkurat geschnittene Hecken und wenig Hundegebell. Von Mona Claus

Doch Ortsbürgermeisterin Christina Hagen ist das noch zu wenig Grün. Wird die Dorferneuerungsplanung akzeptiert, kann Haida noch viel schöner werden, ist sie schon jetzt sicher. Mit Argusaugen wacht sie über Ordnung und Sauberkeit, weil sie sich selbst dann am wohlsten in ihrem Ort fühlt. Und sie weiß, dass viele andere Haidaer ebenso empfinden.
Das ursprüngliche Haida, gelegen im vielarmigen Flussgebiet der Schwarzen Elster, findet man an einem kleinen Dorfanger. Dort, wo das Gemeindebüro steht, begann die Entwicklung des Ortes mit elf Gehöften. Heute zählt er zur Gemeinde Röderland und ist ein Ortsteil wie Wainsdorf, Prösen, Stolzenhain, Saathain, Würdenhain und Reichenhain.
Haida zählt zirka 625 Einwohner, erzählt Ortsbürgermeisterin Christina Hagen und ist froh, dass nicht nur Senioren im Ort leben. Etwa 50 Prozent der Bewohner seien junge Menschen, Familien. „Da macht es Spaß, etwas zu bewegen“ , sagt sie, weil damit auch Vereine am Leben gehalten werden. Dazu gehören der Sportverein „Diana Haida“ , der Anglerverein „Hecht 90“ , der Jugendklub, die Seniorengruppe, die Freiwillige Feuerwehr, die Jagdgenossenschaft und die Ortsgruppe der Röderländer Landfrauen. Vereine die im und für den Ort etwas tun.
Ins Schwärmen kommt Christina Hagen, wenn sie die traditionellen Feste in Haida aufzählt. Alles beginnt mit einem Sportlerball am Anfang des Jahres. Außerdem gibt es ein Osterfeuer, Sport-, Mittsommer- und Fischerfest, den Fasching, über das Jahr verteilte Tanzabende. Nicht zu vergessen der Märchenweihnachtsmarkt, der Besucher aus der ganzen Umgebung anlockt, und das Erntefest der Landfrauen. „Wir sind eben ein geselliges Dorf“ , erklärt Christina Hagen. „An dieser Stelle möchte ich einmal all denen Danke sagen, die mit Liebe, ganz viel Fleiß und Eigeninitiative immer wieder dabei sind, solche Höhepunkte für Haida zu gestalten“ , fügt sie an.
Die Perle des Ortes ist das am 3. Dezember 2004 eröffnete Bürgerhaus. Am Montag turnen hier Kinder und eine Gruppe Erwachsener, am Dienstag treffen sich die Kegler, am Mittwoch wird wieder der Sport groß geschrieben. Donnerstags ist Zeit für Tischtennis, der Freitag und Sonnabend werden für Familienfeierlichkeiten oder auch Vereinsabende freigehalten.
„Das Dorf ist sehenswert und eine attraktive Wohngegend“ , sagt Christina Hagen. Und das nicht zuletzt durch das gut ausgelastete Gewerbegebiet an der B 101 und den schon länger etablierten Kiesabbau. Letzterer hat gemeinsam mit der Baumschule von je her den Ort geprägt.