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Hier wächst was! – Jury bewilligt 15 Pflanz-Projekte

Bad Liebenwerda. Die Resonanz war enorm: Mehrere Städte, Gemeinden, Vereine und Bürgerzusammenschlüsse haben in der "Hier wächst was!"-Aktion der Kreisgärtner, der Sparkassenstiftung "Zukunft Elbe-Elster-Land" und der LAUSITZER RUNDSCHAU Anträge zur Bezuschussung von mehr als 60 Projekten gestellt. 15 sind am Dienstagabend ausgewählt worden und erhalten nun mit fachlicher Unterstützung der Gärtner neue Blühpunkte in ihren Orten. Frank Claus

Diese Projekte sind in der Jurysitzung in der Gaststätte "Zum schwarzen Adler" in Rothstein bewilligt worden:

Mühlberg: Am neu eröffneten Museum Mühlberg 1547 werden Pflanzkübel mit Wechselbepflanzung aus im Sommer blühenden Stauden, Beet- und Balkonpflanzen und blühenden Kräutern aufgestellt. Als Pate fungiert die Klostergärtnerei Hippert in Mühlberg, der Bauhof der Stadt übernimmt die Pflege.

Falkenberg: Der Bahnhofsvorplatz in Falkenberg wird mit Blumenampeln an den Laternenmasten optisch wirkungsvoller gestaltet. Die Gärtnerei Golda aus Rehfeld ist die Patengärtnerei, der Bauhof der Stadt übernimmt die Pflege.

Schlieben: Am Eingang zum Drandorfhof werden zwei optisch wirkungsvolle Pflanzkübel gestaltet. Die Gärtnerei Schulze in Stechau ist Partner. Die Stadt übernimmt die Pflege.

Doberlug: Im Schlossareal Doberlug werden sechs Pflanzkübel gestaltet. Die Gärtnerei Winde aus Schönborn unterstützt fachlich, die Pflege übernimmt die Stadt.

Bad Liebenwerda: Am Busbahnhof in Bad Liebenwerda wird eine Staudenfläche neu gestaltet. Die Staudengärtnerei Manig aus Uebigau ist Partner, der Bauhof der Stadt übernimmt die Pflege.

Prösen: Am Ortseingang aus Richtung Sachsen kommend wird eine Pflanzecke mit einem Baum und Rosen neu angelegt. Die Baumschule Saathainer Mühle ist Partner. Der Bauhof der Gemeinde Röderland übernimmt die Pflege.

Elsterwerda: In der Berliner Straße werden mehrere Lichtmasten mit Blumenampeln dekoriert. Die Gärtnerei Leske aus Beutersitz kümmert sich darum. Die Bauhof übernimmt die Pflege.

Möglenz: Am Ortsausgang aus Richtung Neuburxdorf kommend wird eine Grünfläche neu gestaltet. Die Baumschule Bormann wird fachlich zur Seite stehen. Der Heimatverein hat die Pflege zugesichert.

Prestewitz: Die Gestaltung der Hochbeete und Rabatten am Bürgerhaus in Prestewitz wird unterstützt. Die Gärtnerei Winde aus Schönborn ist Pate. Die Pflege übernehmen Feuerwehr, Jugendclub und Heimatverein.

Uebigau. Die Einfahrt zum Schlosspark in Uebigau soll noch attraktiver werden. Die Staudengärtnerei Manig kümmert sich um die Erstanlage, die Pflege übernimmt die Stadt.

Finsterwalde: Der Sinnespfad an der Grundschule Nord wird mit Hilfe der Baumschule Saathainer Mühle weiter entwickelt. Eine Naschecke soll komplettiert werden. Die Schule übernimmt die Pflege.

Schönewalde. Im Hort "Sonnenschein" in Schönewalde werden Pflanzerde, Obststräucher und schnell wachsende Kletterpflanzen finanziert. Um die Anlage der Fläche kümmert sich die Gärtnerei Tietze aus Herzberg/Stechau. Die Pflege übernehmen Kinder und Erzieherinnen aus dem Hort.

Fichtenberg: Die Kindertagesstätte "Fichten-Wichtel" erhält Unterstützung bei der Weiterentwicklung ihres Naschgartens. Roland Graeff von der Baumschule in Zeischa steht als Fachmann zur Seite. Kinder und Erzieherinnen übernehmen die Pflege.

Großthiemig: Die Verkehrsinsel mitten im Ort wird mit einem Lindenbaum, Blumenampeln am Lichtmast und langsam wachsenden Bodendeckern neu gestaltet. Die Baumschule Saathainer Mühle und die Gärtnerei Golda aus Rehfeld übernehmen die Gestaltung. Der Bauhof kümmert sich um die Pflege.

Arnsnesta: Die Fläche am Ortseingang wird in einem ersten Teilabschnitt neu gestaltet. Die Gärtnerei Tietze steht fachlich zur Seite. Die Gemeinde übernimmt die Pflege.

Insgesamt stehen für die "Hier wächst was!"-Aktion 25 000 Euro für Pflanz- und Marketingmaßnahmen zur Verfügung. Alle Kübelbepflanzungen werden drei Jahre hintereinander finanziert, bei Stauden- und Baumanlagen werden Pflanzen ersetzt, wenn Frostschäden oder Krankheiten eingetreten sind. Die Erstinvestitionen für Pflanzbehältnisse an Lichtmasten oder als Kübel - egal in welcher Form - sind nicht unerheblich. In den Folgejahren sind diese Kosten nicht mehr nötig, sodass stets neue Projekte - bei vorausgesetzt gleicher Förderhöhe - dazukommen können.

Insgesamt sichern die Bewerber eine mindestens fünfjährige Pflege beziehungsweise Neubepflanzung - in den dann noch offenen zwei Jahren auf eigene Kosten - zu.

Ziel der Kreisgärtner ist es, alle Projekte bis spätestens Pfingsten realisiert zu haben.

Michael Lenk als Vertreter der Sparkasse in der Jury und selbst begeisterter Hobbygärtner zeigte sich über die eingereichten Bewerbungsunterlagen begeistert. Daran sei zu erkennen, dass sehr vielen Menschen im Elbe-Elster-Land ein freundliches Umfeld wichtig sei und dass viele auch bereit seien, Pflegemaßnahmen zu übernehmen. Der Entscheidung sei ein mehr als zweistündiger Abwägungsprozess vorausgegangen.

In der Jury war man sich angesichts der vielen unterschiedlichen Bewerbungen einig, auch einige Projekte zu unterstützen, bei denen Kinder an die Natur herangeführt werden.

Alle in diesem Jahr nicht bezuschussten Projekte bleiben weiter auf der Antragsliste. Die Bewerber der bewilligten Projekte können nun auch direkt mit der entsprechenden Gärtnerei oder Baumschule Kontakt zum weiteren Verfahrensweg und zu möglichen Vorort-Terminen aufnehmen. Über begonnene Pflanzarbeiten wird in der RUNDSCHAU weiter berichtet. Nach Angaben des Landesverbandes Gartenbau ist diese Aktion und die Zusammenarbeit der am Projekt Beteiligten in Brandenburg bislang einmalig.