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Heute vor zehn Jahren: Zoff um das Auge von Mühlberg

Mühlberg. Die Elbebrücke, wegen ihrer außergewöhnlichen Konstruktion im Mittelpfeiler auch "das Auge von Mühlberg" genannt, hat heute vor zehn Jahren für gehörig Schlagzeilen gesorgt. An jenem 14. Frank Claus

Februar 2007 verkündete die RUNDSCHAU, dass sich die eigentlich zum Jahresende 2007 geplante Fertigstellung erheblich verzögern würde. Grund war das besagte "Auge", das statische Neuberechnungen erforderlich machte.

Die Planer waren damals zuversichtlich und hielten eine Freigabe im Sommer des darauffolgenden Jahres für realistisch. Doch auch die misslang. Schließlich wurde die Elbebrücke mit großem Bahnhof am 22. Dezember 2008 als "Weihnachtsgeschenk" übergeben.

Das "Auge" sorgte bundesweit für Aufmerksamkeit, erhielt später sogar einen Architekturpreis, ist noch heute begehrtes Fotomotiv von Touristen und der Stolz der Mühlberger.

Nur einen Wermutstropfen gab es: Mit der Einweihung der Elbebrücke endete an jenem 22. Dezember 2008 auch der Fährbetrieb auf der Elbe.