ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:33 Uhr

Heimatstube – Begriff ist tiefgestapelt

Uebigau. Carmen Lademann, Uebigaus Stadt- und Gästeführerin, begrüßte ihre Gäste ganz standesgemäß, in einem mittelalterlichen Gewand. Mitten im Ort gelegen, in einem über 200 Jahre alten Dreiseiten-Hof, der liebevoll und aufwändig restauriert und saniert wurde, entpuppte sich hinter dem schlichten Namen Heimatstube ein riesiges Sammelsurium an historischen Kleinoden der Alltagsgeschichte. top

Da findet man unter anderem eine Ausstellung zur Stadt- und Schulgeschichte, Mode aus vergangenen Tagen, eine historische Drogerie, eine Puppenstuben- und Spielzeugsammlung und eine originale Einrichtung von Küche, Wohnzimmer und Waschküche um 1900. Unbestrittenes Highlight der Heimatstube ist aber die Nachbildung eines bronzezeitlichen Dorfes im Garten. Carmen Lademann klärte die Gäste darüber auf, dass seit über 4000 Jahren Menschen in der Region um Uebigau siedeln. Markantestes Indiz dafür ist der "Schweinert", Europas größtes bekanntes Hügelgräberfeld."In unserer befestigten Siedlungsanlage können sie zur Zeit einen Wachturm, ein Vorratshaus nebst Lehmbackofen, das Haus eines Dorfältesten und ein Grubenhaus, alles mit entsprechenden Inneneinrichtungen, wie etwa einem Gewichtswebstuhl und nachgebauten Werkzeugen und Waffen aus der Bronzezeit bestaunen." Und Anfassen und Ausprobieren sind hier, sehr zur Freude der Kinder, ausdrücklich erwünscht. top