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Aktive Freizeit
Heimat zu Fuß und im Sattel entdecken

Wenn der Winter nicht wäre, dann könnte auch Bad Liebenwerdas Bürgermeister Thomas Richter in die Fahrradsaison starten. Genügend Luft ist in den Reifen, stellt Kerstin Jahre, Leiterin der Tourist-Information der Kurstadt, fest. Dort trafen sich in dieser Woche die Partner des neuen Wander- und Radtourenkalenders 2018.   
Wenn der Winter nicht wäre, dann könnte auch Bad Liebenwerdas Bürgermeister Thomas Richter in die Fahrradsaison starten. Genügend Luft ist in den Reifen, stellt Kerstin Jahre, Leiterin der Tourist-Information der Kurstadt, fest. Dort trafen sich in dieser Woche die Partner des neuen Wander- und Radtourenkalenders 2018.   FOTO: Manfred Feller / LR
Bad Liebenwerda. Vom Gänsewinkel über den Ziegenmelker bis zum Indian-Summer: Der druckfrische Wander- und Radtourenkalender 2018 spürt die Besonder- und Schönheiten der Gegend um Bad Liebenwerda sowie bis nach Sachsen und Böhmen auf.

Selbstverständlich kennt jeder seine Heimatumgebung. Sehr gut sogar. Wird zumindest behauptet. Genauer nachgefragt, kommen nicht wenige dann doch arg ins Schwimmen.

Damit das nicht passiert, gibt die Tourist-Information Bad Liebenwerda seit Jahren ein Faltblatt mit allen geführten Spaziergängen, Wanderungen und Fahrradtouren heraus. Der für dieses Jahr liegt druckfrisch auf dem Tisch und hat es in sich. „Von Januar bis Dezember werden 44 Touren angeboten“, sagt Kerstin Jahre, Leiterin der Tourist-Information Bad Liebenwerda. Davon sind wie in jedem Jahr einige thematisch neu, damit die teilnehmenden Wanderer und Radfahrer immer wieder mit anderen Informationen „gefüttert“ werden. Die Anbieter der Touren haben jede Strecke selbst zurückgelegt und Wissenswertes am Wegesrand eingesammelt.

Ins Schwärmen kommt zum Beispiel Annemarie Schöne, wenn sie an die Wanderung zu den Tyssaer Wänden in der böhmischen Schweiz denkt, zu der am 17. Juni eingeladen wird. Die dortigen Naturschönheiten haben es der Abteilungsleiterin Wandern beim TSV Lubwart absolut angetan. Allein dieser Verein hat für den 2018er-Kalender 14 Touren vorbereitet und entsendet zwei Wanderleiter.

Ob zu Fuß oder auf dem Rad - zwischen 20 und 25 Teilnehmer sind bei jeder Tour dabei, so Kerstin Jahre. Dies sei oft auch das zu verkraftende Limit, damit sich die Tourleiter gut um alle Gäste kümmern können. „Wir haben aber auch schon bis zu 60 Teilnehmer gezählt“, so die Leiterin - wenn es keine Begrenzung gegeben hat.

Aufstocken müssen aufgrund der guten Resonanz in diesem Jahr die Naturwächter. Sie bieten Wanderungen und Exkursionen zu den Besonderheiten von Flora und Fauna an, die ohne fachkundige Führung nur halb so interessant sind. Die Leuchtkäfer-Rangertour kommt so gut an, dass erstmals zwei Exkursionen bei Dunkelheit angeboten werden, verrät Rangerin Ina Zschiesche. Am 16. Juni geht es zu den Glühwürmchen in das Naturschutzgebiet „Der Loben“ und am 23. Juni in ein Altbergbaugebiet.

Sieben spezielle Fahrradtouren haben die Mitarbeiter des Naturparkhauses Bad Liebenwerda für 2018 vorbereitet. „Von April bis Oktober bieten wir monatlich eine an“, verrät Katrin Heinrich. Neu sind die Kirch- und die Wasserwege. Auf dem Programm stehen aber auch das Auerhahnprojekt, die Heideblüte und die Streuobsttour. Keine ist länger als 20 bis 30 Kilometer.

Generell empfiehlt sich rechtzeitiges Anmelden, weil sich nicht nur  Einheimische um die Plätze bewerben, sondern auch Kurgäste. „Kur ist kein Urlaub, sondern bedeutet auch Reha und damit Bewegung. Diese Gäste sind dankbar für die Führungen“, weiß Tourist-Info-Leiterin Kerstin Jahre aus Erfahrung.

Die Teilnehmer der Wanderungen und Radtouren erweitern nicht nur ihren Horizont, sondern tun auch etwas für sich. „Wir sind eine Stadt der Gesundheit“, bringt es Kerstin Jahre auf den Punkt. Deshalb wurden mit zwei Krankenkassen vor Jahren weitere Partner ins Boot geholt. In der Tourist-Information Bad Liebenwerda kann für einen Euro ein Präventionspass, den es seit sieben Jahren gibt, erworben werden. Darin können maximal zehn Stempel von geführten Touren gesammelt werden.

Und was hat man davon? „Diese Punkte kann derjenige, der bei uns Mitglied ist, in Geld umwandeln“, erläutert Annett Koßmann, Leiterin des Servicezentrums OSL/EE der DAK. „Wir unterstützen die Aktivitäten, weil wir alle älter werden und gesund bleiben wollen“, sagt sie.

Auch die Barmer macht mit. „Wir belohnen die Punkte mit Geld- und Sachprämien“, so die Vertriebsbeauftragte Kerstin Drenkow. Wer für seine Aktivitäten belohnt werden möchte, darf die Vorsorge nicht vergessen. Kerstin Jahre fände es gut, wenn sich andere Krankenkassen anschließen würden.

Die meisten Wander- und Radfahrangebote sind so gestrickt, dass fast alle Altersgruppen teilnehmen können. Selbst 80-Jährige haben schon locker mitgehalten.

Zu den Kilometersammlern unter den Pedalrittern in Elbe-Elster gehören ohne Zweifel die Fahrradfreunde Tröbitz. Sie unternehmen Touren von bis zu 60 Kilometern Länge. Hier bei der Brückenfreigabe im Juni 2017 in Wahrenbrück.
Zu den Kilometersammlern unter den Pedalrittern in Elbe-Elster gehören ohne Zweifel die Fahrradfreunde Tröbitz. Sie unternehmen Touren von bis zu 60 Kilometern Länge. Hier bei der Brückenfreigabe im Juni 2017 in Wahrenbrück. FOTO: Manfred Feller / LR