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| 14:33 Uhr

Helfer in großer Not
HausLeben dankt in Bad Liebenwerda Unterstützern

Für ihren Einsatz für HausLeben wurde Sylke-Katrin Schrader, Monika Naumburger, Josefine Beeg  und Marcus Gräfe (von links) gedankt.
Für ihren Einsatz für HausLeben wurde Sylke-Katrin Schrader, Monika Naumburger, Josefine Beeg  und Marcus Gräfe (von links) gedankt. FOTO: Karsten Bär
Bad Liebenwerda. Mit einem besonderen Abend im Bürgerhaus Bad Liebenwerda hat HausLeben Kurstadtregion Elbe-Elster seine Sponsoren überrascht. Von Karsten Bär

Den kulturelleren Höhepunkt setzte Ian Wekwerth, der Pianist von Max Raabes „Palastorchester“, der am Flügel Auszüge aus seinem Soloprogramm darbot: Mit einem besonderen Abend im Bürgerhaus Bad Liebenwerda hat HausLeben Kurstadtregion Elbe-Elster seine Sponsoren überrascht und für die Unterstützung gedankt, die ein über die Region hinaus einmaliges Angebot für Krebspatienten und deren  Angehörige zur Bewältigung der Folgen einer tückischen Krankheit ermöglicht.

„Die ärztliche Behandlung von Krebserkrankungen ist die eine Seite“, sagte Dr. Stephan Kreher, in Bad Liebenwerda praktizierender Onkologe sowie Mitinitiator und Vorstandsmitglied des HausLeben Kurstadtregion Elbe-Elster. Doch die Diagnose Krebs bedeute für den Patienten einen unvorstellbar schweren Einschnitt. „Sie zieht dem Betroffenen den Boden unter den Füßen  weg und führt in vielerlei Hinsicht zu Überlastung.“ Um in dieser Situation Unterstützung zu geben, habe man HausLeben geschaffen, das eine breite Palette von kostenlosen Angeboten bereithält, die Halt geben und Mut machen. Das zu finanzieren sei die große Herausforderung – und diese sei Dank der Sponsoren und vieler auch kleinerer Spenden gelungen.

Auf dem Erreichten wolle man sich indes nicht ausruhen, sondern weitere Angebote entwickeln und unterbreiten, so Kreher. Gestartet habe man jetzt beispielsweise ein Sport- und Bewegungsprogramm für Patienten. „Bewegung wird maximal unterschätzt!“, betonte der Fachmediziner.

Weitere Details zur Arbeit der Einrichtung trug Vorstandsvorsitzender Uwe Schrader vor. Er konstatierte eine gute Entwicklung von HausLeben seit Aufnahme seiner Tätigkeit vor gut 16 Monaten. Seither habe man 1600 Besucher gezählt, die Angebote wie Selbsthilfegruppen, Ernährungsberatung, Yoga, Klangreise oder Stricken in Anspruch nahmen und Vorträge oder eines der Themencafés besuchten.

Die Finanzierung der  Angebote konnte dank der 110 Förderer sichergestellt werden. Hinzu kommen kleinere Beiträge von Spendern. Aktionen wie der Frühlingslauf des Lauf- und Walkingvereins Bad Liebenwerda und der Glühweinverkauf auf dem Weihnachtsmarkt in Bad Liebenwerda halfen dabei, Mittel zu generieren und zugleich HausLeben bekannter zu machen.

Als Ziele nannte Uwe Schrader die weitere Mitgliedergewinnung für den Verein – derzeit sind es 44 Mitglieder, davon 24 Fördermitglieder –, die erfolgreiche Durchführung des Bewegungsprojektes, das ab Mai mit zehn Patienten  für die Dauer eines Jahres startet, sowie den Aufbau eines ehrenamtlichen Helferkreises für die Alltagsunterstützung von Patienten und die Entlastung von Angehörigen.