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Hanspeter-Bethke verstorben
Abschied von Saxdorfs Gartenkünstler

Saxdorfs Gartenkünstler Hanspeter Bethke ist tot. Zur Trauerfeier am Mittwoch in Saxdorf werden Hunderte Gäste erwartet.
Saxdorfs Gartenkünstler Hanspeter Bethke ist tot. Zur Trauerfeier am Mittwoch in Saxdorf werden Hunderte Gäste erwartet. FOTO: Mona Claus
Saxdorf. Hanspeter Bethke ist im Alter von 82 Jahren im Pfarrhaus von Saxdorf „mitten im Paradies“ verstorben. Von Frank Claus

Hanspeter Bethke, der Baurestaurator, Maler, Grafiker und vor allem Gartenkünstler, ist tot. Am Mittwoch ist er unter großer Anteilnahme beigesetzt worden. Es ist ihm nicht vergönnt, eine weitere, Gartensaison in dem Reich zu erleben, das so sehr seine Handschrift trägt. Doch er hat die ersten Frühlingsboten noch sehen können, hat sich über Schneeglöckchen und Winterlinge gefreut. Seit mehr als 40 Jahren hat er ein Stück Wildnis in Saxdorf zum Paradies und den Ort und die Elbe-Elster-Region weit über Kreis- und Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht. Hanspeter Bethke verstarb bereits am vergangenen Mittwoch im Alter von 82 Jahren nach längerer Krankheit. „Dabei war er lustig bis zum Schluss“, berichtet sein Lebenspartner, Pfarrer Karl-Heinz Zahn. Mit Hanspeter Bethke geht ein Mensch von besonderem Schlag – einer, der so herzlich lachen konnte und der eins nie war: angepasst oder gar gleichgültig. Aus seinem Herzen hat er nie eine Mördergrube gemacht, immer offen und ehrlich gesagt, was er dachte. Manchmal auch burschikos, aber nie böse.

Elbe-Elster verliert einen Menschen mit einem schier unendlichen Wissen über die Pflanzenwelt, einen Kenner von Musik, Kunst und Kultur und einen politisch interessierten Mann. Markenzeichen waren sein kurzer Zopf, seine buntgeblümten Hemden und Westen, aber vor allem eins: seine wachen Augen, aus denen immer der Schalk sprühte.