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| 02:40 Uhr

"Hand drauf": Nach der Zukunftsnacht geht das Licht nicht aus

Die Anwesenden, hier Daniela Wagner vom Projekt Zukunft Elbe-Elster, haben per "Handschlag" unterschrieben, sich weiterhin für die Zukunft von Elbe-Elster einzusetzen.
Die Anwesenden, hier Daniela Wagner vom Projekt Zukunft Elbe-Elster, haben per "Handschlag" unterschrieben, sich weiterhin für die Zukunft von Elbe-Elster einzusetzen. FOTO: Karl
Möglenz. Der Saal im Gasthof Schirrmeister in Möglenz war vergangenen Donnerstag gut besucht. Die 3. Zukunftsnacht des Vereins Generationen gehen gemeinsam (G3) aus Finsterwalde sollte nicht der Schlusspunkt der Arbeit in der Initiative Zukunft Elbe Elster bedeuten. cka

Auch nach dem Ende des Projektes wollen sich die Akteure für regionale Vorhaben einsetzen.

Visionäre und Aufrührer, Bürgermeister und Amtsdirektoren, Kinder und Jugendliche und viele Interessierte waren nach Möglenz, einem Ortsteil von Bad Liebenwerda, gekommen. Nicht ohne Grund traf man sich hier. Hat das Dorf doch mit der Rettung der Kita ein beachtliches Zeichen ländlicher Initiative gesetzt. Der Abend sollte Mut machen und Möglichkeit geben, Bilanz zu ziehen sowie Pläne zu schmieden. Erfolgsgeschichten wurden vorgestellt, wie die "Hässliche Heimat" in Altenau oder das gemeinnützige Sozialunternehmen "Horizont".

Aber auch neue Visionen fanden Platz im Programm. Zwei junge Schüler stellten die Idee eines einfachen, leichten Außenbordmotors für Fahrräder vor. Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, der auch Vorsitzender im Verwaltungsrat der Sparkasse Elbe-Elster ist, ließ sich zu einem Versprechen hinreißen: "Wenn ihr eure Fabrik in Elbe-Elster aufbauen wollt, setze ich mich für eine ordentliche Finanzierung ein." Der Landrat betonte weiter: "Wir werden nie eine Lösung für das Gesamte finden." Um so wichtiger seien Initiativen vor Ort, die Probleme anpacken.

Was folgt jetzt?

Initiativen und Projekte sollen weiterhin in Kontakt bleiben und sich unterstützen. Zweimal im Jahr soll eine "Initiativen-Stunde" beim Landrat und bei den Bürgermeistern der Städte und Gemeinden stattfinden. Soziologe Dr. Michael Thomas vom G3 betonte: "Wir müssen ein Bündnis der Kleinen schaffen, um uns gegen die Großen durchzusetzen." Da sich die neue EU-Förderperiode auch kleinen, lokalen Ideen widmet, setzt ZEE dort an: "Wir fühlen uns mit unserer Initiative bestätigt. Soziale und kulturelle Aktivitäten vor Ort brauchen kleine und flexible finanzielle Unterstützung. Dafür liegen Vorschläge auf dem Tisch. Diese umzusetzen, dafür wird sich Zukunft Elbe-Elster weiter einsetzen", heißt es. Sven Guntermann von G3 und Regionalmanager der Lokalen Aktionsgruppe EE brachte das Motto des Abends so auf den Punkt: "Im Spreewaldkrimi sagte der Kommissar ‚Mann, hör auf zu jammern.' Genau darum geht's."