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Halten Sie am Miniaturenpark fest?

Weiterbetreiben oder schließen – wie stehen Sie zum Miniaturenpark Elsterwerda? Anja Heinrich: Unstrittig ist, dass der Miniaturenpark neben der Kleinen Galerie "Hans Nadler" eine der wenigen kulturellen Attraktionen der Stadt ist. Unstrittig ist ebenso, dass der Erhalt des Elsterwerdaer Miniaturenparkes nicht nur gewährleistet werden kann durch jährlich steigende Zuschüsse der Stadt.

Grundlage zum Erhalt bildet ein Gesamtnutzungskonzept für das Langhaus, das Mühlengelände und den Miniaturenpark. Wie der gesamten Stadt Elsterwerda fehlt es dem Miniaturenpark an einer erfolgreichen und weitsichtigen Vermarktungsstrategie.

Michaela Jahn: Ich denke, seit dem Betreiberwechsel im Jahr 2014 hat sich der Park gut weiterentwickelt. Diese positiven Entwicklungen sind es wert, weiter verfolgt zu werden. Voraussetzung für einen langfristigen Erfolg ist jedoch, die Attraktivität durch Veranstaltungen und laufende Modellpflege ständig zu erhöhen. Dann sollte einer positiven Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung (SVV) zum Weiterbetrieb nichts im Wege stehen. Der Park steht und fällt mit der Zustimmung der SVV und den Finanzen der Stadt. Allerdings glaube ich, dass es immer noch Reserven in der Vermarktung gibt. Zusammen mit einem städtischen Vermarktungskonzept sehe ich gute Chancen, den Park zu entwickeln.

Andreas Franke: Warum diese "Kulturperle" schließen? Der Verein Öffentliche Wirtschaftsförderung hat in zwei Monaten zwei Veranstaltungen zugunsten unserer Kinder und für den Betreiber des Miniaturenparks organisiert. Der Betreiber kann durch ein nachhaltiges Konzept mit einem Mehrgewinn für unsere Menschen den "Rohdiamant" Mini-Park zu einem glänzenden "Diamanten" gestalten. Dafür sollte die Stadt Unterstützung gewähren.

Eckart Schmidtchen: Was wird in zehn Jahren unseren Einwohnern und den Touristen, die Elsterwerda besuchen, gefallen? Das ist eine Frage, die keiner sicher beantworten kann. Wenn ich Bürgermeister wäre, würde ich zusammen mit den Stadtverordneten und Einwohnern ein kulturelles Konzept für die nächsten acht Jahre entwerfen. Dieses Handlungskonzept muss alle Generationen - von Jung bis ins hohe Alter - und die Vereine der Stadt beinhalten. Gleichzeitig muss dabei abgewogen werden, welche Investitionen in den nächsten Jahren in den Miniaturenpark notwendig sind und wie die Stadt Elsterwerda diese unterstützen und bewältigen kann. Gefühlt - ich würde den Miniaturenpark gern in diesem Konzept sehen!

Werner Voigt: Der Miniaturenpark Elsterwerda kostet die Stadt zur Zeit jährlich etwa 35 000 Euro und es könnten auch 50 000 Euro werden! Nach Ablauf der Fördermittelfrist sollte er meiner Auffassung nach privatisiert werden.