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| 02:36 Uhr

Halt, stopp: Hier liegt Mühlberg!

Diese Grafik, die Tizians berühmtes Gemälde von Kaiser Karl V. nach der Schlacht bei Mühlberg und das Museum im Hintergrund zeigt, ist bislang das bekannteste Marketinginstrument.
Diese Grafik, die Tizians berühmtes Gemälde von Kaiser Karl V. nach der Schlacht bei Mühlberg und das Museum im Hintergrund zeigt, ist bislang das bekannteste Marketinginstrument. FOTO: Grafik: Die Piktografen GmbH
Mühlberg. Es ist das Vorzeigeobjekt der Reformation in Brandenburg: Mühlbergs Museum. Doch noch immer radeln zu viele Gäste am benachbarten Elberadweg daran vorbei, weil sie vom kulturhistorischen Hochkaräter an der Strecke nichts erfahren. Das soll sich ändern. Das Land Brandenburg stellt 10 000 Euro zur Verfügung. Frank Claus

Lars-Arne Dannenberg, der Kurator der Ausstellung im Mühlberger Museum 1547, die sich der Schlacht bei Mühlberg widmet, hat es mehrfach betont: "Ich kann immer wieder nur hervorheben - Mühlberg ist d e r brandenburgische Akteur in der Reformationsgeschichte."

Dem will das Land Brandenburg nun auch hinsichtlich der touristischen Bewerbung Rechnung tragen. Einer Pressemitteilung der Staatskanzlei zufolge, soll auf Infotafeln entlang des Elbe-Radweges an Originalschauplätzen an die historische "Schlacht bei Mühlberg" erinnert werden. Für das Projekt, das einen Teil der Schlacht zwischen Katholiken und Protestanten vom Juni 1547 sowie die Rolle Mühlbergs in der Zeit der Reformation beleuchten wird, stellen Staatskanzlei und Wirtschaftsministerium der Stadt Mühlberg 10 000 Euro aus Lottomitteln zur Verfügung. Auch der Landkreis Elbe-Elster, Mühlberg selbst und die Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH (TMB) fördern demnach das Vorhaben zum Reformationsjahr 2017.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), der im August im Rahmen seiner traditionellen Tourismus-Pressefahrt Mühlberg besucht hatte, sagt zur Unterstützung: "Die Schlacht von 1547 hat Mühlberg zu einem wichtigen Schauplatz der Reformationsgeschichte gemacht. Ich lade herzlich dazu ein, im Lutherjahr auf eine spannende Entdeckungsreise zu gehen. Mühlberg lockt nicht nur mit seinen geschichtsträchtigen Schätzen, sondern auch mit einer wunderschönen Landschaft entlang des Elbe-Radweges."

Wirtschaftsminister Albrecht Gerber betont: "Der Elbe-Radweg ist der mit Abstand beliebteste Radweg in Deutschland. Wenn entlang dieses Weges über die ,Schlacht bei Mühlberg‘ informiert wird, kann die Stadt davon nur profitieren. Mit dem Kloster, dem Museum, dem historischen Stadtkern und guter Gastronomie ist Mühlberg ein attraktives Ziel für Touristen."

Martina Pöschl, Leiterin des Mühlberger Museums, freut dieses Engagement: "Wir hören von Radtouristen immer wieder, dass sie an der Strecke zu wenig über Mühlberg und unser Museum erfahren. Manche finden uns sogar noch sehr schwer." Nun müssten schnell Inhalte und Standorte der Infotafeln besprochen werden.

Zum Thema:
In Mühlberg trafen am 24. April 1547 die katholischen Armeen Kaiser Karls V. auf Truppen des protestantischen Schmalkaldischen Bundes unter Führung des sächsischen Kurfürsten Johann Friedrich I. Dessen Niederlage hatte gravierende Auswirkungen auf die Geschichte Europas. Die Stadt Mühlberg wird wichtiger Bestandteil der TMB-Kulturkampagne zum Themenjahr 2017 sein.