Wer schon einmal an einem leichten Hang mit einem Rasenmäher zu Gange war, der weiß, dass das trotz Radantrieb einiges an Kraft erfordert. An steileren Böschungen muss die Motorsense ran. Doch das ist wegen der mangelnden Standsicherheit kein Vergnügen.
Das wissen die Straßenwärter nur allzu gut. Sie müssen zudem große Flächen bewirtschaften. Um den Männern die Arbeit zu erleichtern, hat sich die Landesstraßenmeisterei in Elsterwerda einen Böschungsmäher zugelegt. Per Funkfernsteuerung hat Straßenwärter Marcel Babbe die Mähraupe dieser Tage am Haidchensberg bei Bad Liebenwerda durch hohes Gras und dichtes Kraut an der Bundesstraße geschickt. Das Schlegelmähwerk, eine rotierende Walze mit Messern, arbeitet sich kräftig durch das Grün. Manchmal ist auch ein zweiter Anlauf erforderlich.

Raupenmäher marschiert auch ins Gebüsch

Wie der Straßenwärter erläutert, könne der Böschungsmäher auch dort eingesetzt werden, wo die Radfahrzeuge der Straßenmeisterei keine Chance mehr haben und es manuell eine Herausforderung ist. Die Mähraupe zum Preis eines sehr guten Kompaktwagens sei bis zu einer Böschungsneigung von 45 Grad einsetzbar.
Weil nicht so oft gemäht wird, machen sich auch Gehölze breit. Dann werde der Buschhacker als Anbaugerät montiert und durchgeschickt. Zurück bleibe wie bei den großen Maschinen nur noch Mulch. Der Böschungsmäher sei, so Marcel Babbe, auch eine Erleichterung gegenüber dem oft noch üblichen, von Hand geführten Balkenmäher.