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| 02:39 Uhr

Grünabfallbehälter ist über die Grenzen hinaus gefragt

Herr Dr. Dutschmann, welche Erkenntnisse zur Biotonne konnten Sie bisher sammeln?

Der Pilotversuch Biotonne ist im April 2016 gut gestartet.

Etwa 66 Prozent der 3500 Haushalte im Versuchsgebiet nutzen die Biotonne nach wie vor sehr rege. Das zeigt sich an den konstanten Sammelmengen von durchschnittlich zwölf Tonnen pro Sammlung.

Deren Verarbeitung erproben wir in der Mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlage Freienhufen. Aktuell führen wir einen Modellversuch mit dem Forum für Abfallwirtschaft und Altlasten der Technischen Universität Dresden durch. Dabei erproben wir die zukünftige Vergärung der Bioabfälle und die Gewinnung von Biogas.

Auf der Leistungsschau in Großräschen befragten Sie die Besucher zur Biotonne. Wie ist die Meinung?
Unsere Biotonne ist gefragt, und das über die Grenzen unseres Verbandsgebietes hinaus. Das wurde bei der Befragung und in Gesprächen am Messestand deutlich. Weitere Erkenntnisse sind, dass der Abfuhrrhythmus alle 14 Tage beim Pilotversuch ausreichend ist und es kaum Probleme bei der Handhabung der Biotonne im Sommer mit Gerüchen oder im Winter mit eingefrorenen Behältern gibt. Zudem legen die Biotonnen-Nutzer großen Wert auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit, sodass der Abfallentsorgungsverband mit seiner Biotonne genau das richtige Angebot geschaffen hat.

Für welche Bioabfälle nutzen die Bürger die Tonne?
Aus den Befragungsergebnissen und beim Begutachten der Bioabfälle zeigt sich, dass die Bürger aus dem Versuchsgebiet vor allem Garten-, aber auch Küchenabfälle über die Biotonne entsorgen. Lobenswert ist an dieser Stelle, dass die Bioabfälle gut getrennt werden und kaum Fehlwürfe, also Abfälle, die nicht in die Biotonne gehören, enthalten sind.

Ab wann wird die Biotonne im Verbandsgebiet flächendeckend zur Verfügung stehen?
Dafür müssen wir die Anlage in Freienhufen umbauen und erweitern. Nach derzeitigen Erkenntnissen werden wir die Biotonne voraussichtlich Ende 2018 einführen können.