(red/mf) Einen Wahnsinnshöhenlauf hat Marcel Haubold vom ASV Sun-Sport-Team aus Elsterwerda kürzlich absolviert. Der Ausdauersportler nahm am 3. Stubai-Ultratrail teil. „Einmalig bei diesem Rennen ist, dass man in der Stadt startet und das Ziel auf dem Stubaier Gletscher an der Jochdohle auf 3150 Metern Höhe erreicht“, zeigt er sich fasziniert.

Athleten aus 30 Nationen hatten an diesem Rennen teilgenommen, bei dem verschiedene Distanzen angeboten werden. Marcel Haubold hatte sich für die 19 Kilometer lange Strecke mit mehr als 2000 Höhenmetern entschieden.

Kaum zu glauben, aber trotz der höllischen Anstrengung haben die Sportler noch einen Blick für die atemberaubende Landschaft übrig. „Bei herrlichem Sommerwetter ging es vorbei an beeindruckenden Wasserfällen und permanent bergauf. Zuerst war es noch eine leichte Steigung. Doch ab der Mitte des Laufes wurde es immer steiler. Die letzten 400 Höhenmeter verlangten alle Kraftreserven ab. Die Luft wird über der Grenze von 2500 Metern spürbar dünner. Die letzten Kilometer führen auf Schnee über den Gletscher steil bergan“, beschreibt er in Kürze den Verlauf.

Die Zeit von fünf Stunden und elf Minuten drückt aus, wie schwer die 19 Kilometer waren. „Ich stand überglücklich auf dem Gipfel. Meine Frau Tina ist mir derweil mit den Gondelbahnen gefolgt“, so Marcel Haubold weiter.

So ein Martyrium schüttelt kein Ausdauersportler aus dem Hosenbein: „Ich habe mich speziell auf diesen Lauf zehn Wochen mit dem ASV Sun-Sport-Team vorbereitet. Unser Trainingsgebiet ist Gröden im  Schraden.“

Die ASV-Sportler laden Gleichgesinnte zum Mitlaufen ein. Wer Lust auf Bergläufe in der Natur bekommen hat und in diesen Sport hineinschnuppern möchte, dem wird der Schradentrail in Gröden empfohlen. Regelmäßig werden dort geführte Trails auch für Einsteiger angeboten (Quelle: Facebook – Schradentrail).

Nur zwei Wochen vor dem Stubai-Berglauf hatte Marcel Haubold den Zugspitz-Ultratrail über 26 Kilometer in Garmisch-Partenkirchen absolviert. 1600 Höhenmeter waren zu absolvieren.