Die Flammen und die Rauchsäule waren kilometerweit zu sehen. In Quersa (Sachsen) ist am Dienstagabend gegen 19 Uhr eine Recyclinganlage in Brand geraten. Das Feuer hat in der Nacht zu Mittwoch die Einsatzkräfte in Atem gehalten. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, hatte sich unter anderem gepresster Plastikmüll entzündet. Es stand eine Fläche von etwa 90 x 15 Metern in Flammen. Auch ein Bagger und ein Radlader wurden beschädigt. Ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzende Lagerhalle konnte verhindert werden, Verletzte gab es nicht. Der Schaden soll mindestens 100 000 Euro betragen.

Die schwarzen Feuerschwaden, die über Quersa, gelegen zwischen Großenhain und Lampertswalde (Landkreis Meißen, Sachsen) in den Himmel stiegen waren so groß, dass sie weit bis nach Brandenburg und auch aus der sächsischen Landeshauptstadt zu sehen waren. Mehrere besorgte Anrufer, vor allem aus den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz und Elbe-Elster, hätten den Brand auch in der Leitstelle Lausitz gemeldet. Das bestätigt der diensthabende Schichtleiter in der Cottbuser Leitstelle. Einsatzkräfte aus Brandenburg seien jedoch nicht angefordert worden.

Nach Aussage von Dr. Kerstin Thöns, Pressesprecherin im Landratsamt in Meißen, seien 125 Papierballen in einer Recyclinganlage in Brand geraten. Etwa 300 Feuerwehrleute seien zum Brandherd beordert worden.

Dicke Rauchschwaden aus Sachsen in Elbe-Elster und  Oberspreewald- Lausitz

Bildergalerie Dicke Rauchschwaden aus Sachsen in Elbe-Elster und Oberspreewald- Lausitz