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| 02:34 Uhr

Grippe auch in Elbe-Elster auf dem Vormarsch

Elbe-Elster. Die Lage sei nicht beunruhigend, sagt Amtsärztin Dr. med. Anne-Katrin Voigt. Bislang seien im Landkreis Elbe-Elster von den Laboren 47 Influenza-Fälle gemeldet. Frank Claus

"Aber wir stehen ja noch am Beginn", sagt die Ärztin und legt die Vergleichszahlen der Vorjahre dazu. Im Jahr 2014/15 seien 153 Fälle gemeldet worden, im Jahr 2015/16 waren es 106. "Wir erkennen aber gegenwärtig auf jeden Fall eine Zunahme", sagt sie.

Dabei sei ein Blick auf die Internetseite des Robert-Koch-Instituts interessant. Auf einer Karte sind die bundesweiten Hochburgen zu sehen. Da sind die bevölkerungsreichen Gebiete, abgesehen von Nordrhein-Westfalen, die mit den deutlichsten Zuwächsen.

Die Elbe-Elster-Statistik, so die Amtsärztin, beruhe nicht auf den Grippe-Krankschreibungen in den Praxen, sondern auf tatsächliche Influenza-Nachweise in den Laboren.

Personen über 60 Jahre, Schwangere, Menschen mit Grundleiden sowie Bewohner in Pflegeheimen sollten sich unbedingt impfen lassen und dazu ihren Hausarzt konsultieren.

Zielvorgaben der Europäischen Union, die eine Impfquote von 75 Prozent bei älteren Personen vorsehen, werden in Deutschland (meist unter 50 Prozent) bisher nicht annähernd erreicht.