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| 09:47 Uhr

Landkreis Elbe-Elster
Grabmal in Altenau ist wieder instandgesetzt

Landrat Christian Heinrich-Jaschinski und Ortsvorsteher Jörg Fabian besuchten zusammen mit Helga Kandale sowie Florian Pinkawa, gegenwärtig dualer Student beim Landkreis, und Ingrid Heide (Stadt Mühlberg, v.l.n.r.) die Grabstelle in Altenau.
Landrat Christian Heinrich-Jaschinski und Ortsvorsteher Jörg Fabian besuchten zusammen mit Helga Kandale sowie Florian Pinkawa, gegenwärtig dualer Student beim Landkreis, und Ingrid Heide (Stadt Mühlberg, v.l.n.r.) die Grabstelle in Altenau. FOTO: Pressestelle Kreisverwaltung / Torsten Hoffgaard
Altenau. Landrat würdigt das ehrenamtliche Engagement für den Erhalt von Kriegsgräbern in der Region.

In seiner Funktion als Vorsitzender des Kreisverbandes des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge besucht Landrat Christian Heinrich-Jaschinski regelmäßig Kriegsgräberstätten im Landkreis. Kürzlich hatte er wieder Grund zur Freude. Ein Grab in Altenau war mit Mitteln aus der Pflege- und Instandsetzungspauschale des Landkreises in Höhe von 1420 Euro wieder instandgesetzt worden.

Gut ein Jahr zuvor wurde der Landrat bei seiner Visite in Mühlberg im März 2017 auf das Kriegsgrab auf dem kirchlichen Friedhof in Altenau, einem Ortsteil der Stadt Mühlberg, angesprochen. Dort ruhen Erich Kappen (geb. 24. Mai 1922, gest. 8. Mai 1945) und ein unbekannter Toter, der am gleichen Tag gestorben war, in einem Doppelgrab direkt am Friedhofseingang. Auf dem Kreuz der Grabstelle steht die Bemerkung „sein Kamerad“. Der Ortschronist Claus-Peter Grobe setzte sich sehr für die Instandsetzung ein.

Wie einer Pressemitteilung des Landkreises zu entnehmen ist, koordiniert die Kreisverwaltung den Geldeinsatz für die Pflege und den Erhalt von Kriegsgräberstätten. Über 70000 Euro stehen jährlich zur Verfügung. Die Arbeiten werden von den Kommunen bzw. von den Friedhofsträgern vor Ort geleistet.

Das Grab in Altenau wird von Helga Kandale gepflegt. Am 8. August 2018 besuchten Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, Ortsvorsteher Jörg Fabian und Helga Kandale zusammen mit Ingrid Heide von der Stadtverwaltung Mühlberg die Grabstelle. Alle waren sehr zufrieden mit der Instandsetzung, die dem Grabmal wieder ein würdiges Aussehen gibt. Der Landrat lobte dabei das Engagement der Kommunen vor Ort und das Wirken des Volksbundes, der einen unverzichtbaren Beitrag dafür leiste, dass das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gepflegt wird. „Der Wert des ehrenamtlichen Einsatzes der Helfer kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Viele Menschen wissen gar nicht, dass der Volksbund mit der Pflege der Kriegsgräber – stellvertretend für die Bundesregierung – einen staatlichen Auftrag wahrnimmt“, sagte der Landrat.

Im Landkreis sind derzeit mehr als 2594 Einzelgräber und zwölf Sammelgrabflächen sogenannter Kriegsgräberstätten in 51 Orten erfasst, die nach dem Gräbergesetz des Bundes durch die Gemeinden dauerhaft zu erhalten und zu pflegen sind. Die genaue Zahl der in diesen Gräbern Bestatteten lässt sich nur schätzen. Sie dürfte bei mehr als 12000 Toten liegen.

(sk)