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| 07:53 Uhr

Ein wirklich gelungener Auftritt
Gospel in Bad Liebenwerda - ein großes Gemeinschaftsprojekt

Gospelkonzert in der St. Nikolaikirche in Bad Liebenwerda.
Gospelkonzert in der St. Nikolaikirche in Bad Liebenwerda. FOTO: Veit Rösler
Bad Liebenwerda. Vom kleinen Licht zum großen Gewitter, so hat Bad Liebenwerdas Kantorin Dorothea Voigt ihren Rückblick auf das Gospelkonzert am vergangenen Wochenende in der Bad Liebenwerdaer St. Nikolaikirche überschrieben. Es ist ihr ein Bedürfnis, Akteure und Helfer nochmals besonders zu würdigen.

Das Bad Liebenwerdaer Gospelkonzert hat am Samstag, 2. Juni, wieder etwa 450 Zuschauer und Begeisterte in die Sankt Nikolaikirche gelockt.

Gospelkonzert in der St. Nikolaikirche in Bad Liebenwerda.
Gospelkonzert in der St. Nikolaikirche in Bad Liebenwerda. FOTO: Veit Rösler

Die beiden Kirchenmusikerinnen Dorothea und Elke Voigt leiteten den Chor der Kantorei Bad Liebenwerda sowie der „gospelresounds“ Dresden. Das Ensemble mit insgesamt mehr als 80 Sänger/innen und grandioser Unterstützung der Band unter Leitung von Maik Antrack sowie eines Bläser-Quartetts der Bigband Bad Liebenwerda brachten die Kirche zum Beben. Bekannte Lieder und neue Songs boten eine mitreißende Mischung.

Gospelkonzert in der St. Nikolaikirche in Bad Liebenwerda.
Gospelkonzert in der St. Nikolaikirche in Bad Liebenwerda. FOTO: Veit Rösler

Inmitten der starken Musikdarbietung wurde schauspielerisch die Jahreslosung aufgegriffen: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ (Offenbarung 21, 6) Eine Kernidee mit vielen Facetten: Durst, Wasser, Lebendigkeit und die Bedeutungen des Wortes „umsonst“. Musik, Schauspielerei, Licht- und Schattenspiel sowie mediale Präsentation griffen die Facetten des Themas auf und führten das Publikum inhaltlich durch das Konzert.

Gospelkonzert in der St. Nikolaikirche in Bad Liebenwerda.
Gospelkonzert in der St. Nikolaikirche in Bad Liebenwerda. FOTO: Veit Rösler

Packend für die Zuschauer: der ausgefeilte Sound (Ton: Dr. Markus Voigt) sowie die inspirierende Beleuchtung von Michael Neumann, technisch unterstützt von Ulf Kluge (kluge-musik). Teilweise unterhaltsam, aber auch zum Nachdenken anregend, wurde alles eine Gesamtkonzeption mit besonderem Charme. Die finale Aussage des Konzerts: Wir tragen alle ein kleines Licht in uns, mit welchem wir etwas verändern können. Und gemeinsam kann das zum Gewitter werden. Schließlich wurde es ein Gesamtwerk, das die Zuschauer einfach mitriss.

Gospelkonzert in der St. Nikolaikirche in Bad Liebenwerda.
Gospelkonzert in der St. Nikolaikirche in Bad Liebenwerda. FOTO: Veit Rösler

Insbesondere die Zusammenarbeit der vielen verschiedenen Beteiligten machte das Projekt zu einer ganz besonderen Herausforderung. Musiker, Theologen, Betriebswirte, Grafiker, Licht- und Tontechniker und viele weitere Berufsgruppen zusammen für eine Sache? Kann das gut gehen? Die Bilanz: Die Zusammenarbeit fordert die Beteiligten, aber sie fördert auch die Vielseitigkeit.

Und so wurde das diesjährige Gospel-Projekt, das schon seit 2002 in Bad Liebenwerda Tradition hat, wieder ganz anders interessant. Schon 2017 hatte sich eine Projektgruppe mit Pfarrer Torben Linke, Anja Schwinghoff und Kantorin Dorothea Voigt über die Grundidee verständigt: die Auslegung und darstellerische Umsetzung der Jahreslosung. Und: dass die Umsetzung diesmal verstärkt von Ehrenamtlichen mitgestaltet werden soll, dafür die Kollekte der Veranstaltung einem Spendenzweck zugute kommen kann. Die Förderung durch die Sparkassenstiftung „Zukunft Landkreis Elbe-Elster“ half hier zur Planungssicherheit.

Gospelkonzert in der St. Nikolaikirche in Bad Liebenwerda.
Gospelkonzert in der St. Nikolaikirche in Bad Liebenwerda. FOTO: Veit Rösler

„Wenn man so schon so viele Programme gestaltet hat, gehen einem irgendwann die Ideen aus“ - diesen Eindruck hatte Kantorin Dorothea Voigt und freute sich über die Kreativität von Pfarrer Torben Linke und Betriebswirtin Anja Schwinghoff: Sie entwickelten gemeinsam eine Story und schrieben die Texte. Die Ideen und Anknüpfungspunkte sprudelten und ließen ein Konzept entstehen, das weiterer Unterstützer bedurfte.

Die beiden Kirchenmusikerinnen Dorothea und Elke Voigt stellten nun anhand des inhaltlichen Bogens das musikalische Repertoire zusammen und begannen mit den Proben – in Dresden ein regelmäßig probender Gospelchor des Kirchspiels, in Bad Liebenwerda ein Gospelchor, der aus der Projektarbeit der Kantorei erwächst. Mit Maik Antrack (Bass und Bandarrangement) hatten sie eine großartige Unterstützung. Die Zusammenarbeit mit der Band (Stan Neufeld – Schlagzeug, Amr Hammour – Gitarre, Michel Ackermann – Klavier, Solveig Lichtenstein – 2. Keyboard) sowie mit dem Bläser-Quartett (Miriam Kreher und Annabell Schultze – Saxophon, Jochen Fabig – Trompete, Michael Kreher – Posaune) war essentiell für die wirkungsvolle Gestaltung der anspruchsvollen Gospelwerke und funktionierte wunderbar.

Die Präsentation war in diesem Jahr besonders herausfordernd, da verschiedene Darstellungswege verwendet wurden. So wuchs das Team um die beiden jugendlichen Darstellerinnen eines wunderbaren Schattenspiels (Nina Steyer und Mary-Sue Zickert) und um eine weitere Sprecherin (Chris Manig) an. Zu guter Letzt war es die visuell grafische Präsentation (umgesetzt von Ulrike Raum, Katrin Lehmann und Juliane Bragulla), die allen im Publikum Bilder und Gedankenanstöße vermittelte. Viele weitere Helfer wirkten bei der Werbung, beim Podest- und Technikauf- und -abbau, bei der Versorgung der Mitwirkenden etc. mit.

Im Vorfeld zum Gospelkonzert wurden zwei Spendenprojekte ausgewählt, die mit der gesammelten Kollekte unterstützt werden sollten. Alle Zuschauer kamen der Aufforderung großzügig nach. Insgesamt wurden mehr als 1.500 Euro gespendet.

Zum einem wurde die Aktion „Deutschland hilft“ unterstützt. Konkret ein Projekt zur Hilfe für die Rohingya, die unter desaströsen Bedingungen in Flüchtlingcamps in Bangladesch ausharren müssen. Und zum anderen wurde ein Projekt für ein erstes Kinderhospiz in Brandenburg unterstützt.

Unterstützen Sie, liebe RUNDSCHAU-Leser, unsere Kampagnen weiterhin, indem Sie an die Kantorei (unter dem Stichwort „Gospel“) spenden. Wir danken allen Unterstützern. Allen Engagierten. Allen Beteiligten.