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| 16:32 Uhr

Goldenes Abitur am Elsterschloss Elsterwerda
Nach 50 Jahren noch einmal Triumphmarsch

Goldenes Abitur des Jahrgangs 1964 bis 1968 am Elsterschloss-Gymnasium Elsterwerda - nochmalige Bekränzung nach 50 Jahren.
Goldenes Abitur des Jahrgangs 1964 bis 1968 am Elsterschloss-Gymnasium Elsterwerda - nochmalige Bekränzung nach 50 Jahren. FOTO: LR / Foto-Video Elsterwerda
Elsterwerda. Horst Paulick, ehemaliger Lehrer am Elsterschloss, hat die Gymnasiasten von einst begleitet. Von Horst Paulick

Zum 19. Mal ist unlängst am Elsterschloss-Gymnasium in Elsterwerda Goldenes Abitur gefeiert worden. Diesmal vom Jahrgang 1968. Ein Jahr, das im Westen der heutigen Bundesrepublik mit den Studentenunruhen für besondere Schlagzeilen sorgte. Davon aber hatten seinerzeit die heutigen Jubilare kaum etwas mitbekommen. Im Elsterschloss aber sorgten sie nun für einen Rekord. Immerhin waren 47 ehemalige Abiturienten angereist, aus Bautzen und Berlin, aus Halle und Jena und noch vielen anderen Gegenden, um die besondere Atmosphäre wieder spüren zu können.

In der Aula erlebten sie eine würdige Feierstunde mit Kulturprogramm, Ansprache des derzeitigen Schulleiters sowie Übergabe verschiedener Insignien für die Ehrung. Dann ging es hinaus auf den Schulhof – zur Wiederholung einer traditionellen Ehrung, die sie vor 50 Jahren schon einmal erlebt hatten – die dem Elsterschloss typische Bekränzung. Den Eichenkranz mit den lila-weißen Bändern aufs Haupt gesetzt bekamen sie von Abiturienten des laufenden Jahres. Musik erklang, der Aida-Triumphmarsch, und dann bewegte sich die lange Reihe, begleitet von ihren Bekränzern durch das herrliche Schulgelände. Bei lebhaften Gesprächen zwischen den Paaren, bestimmt auch mit besonderen Gefühlen bei den Gold-Jubilaren. Übrigens, auch das bürgert sich immer mehr ein, die steigende Teilnahme von Angehörigen oder Freunden an dem Ereignis.

Anschließend traf man sich zur richtigen Wiedersehens-Feier wieder in der Aula, wo ab sofort überaus muntere Unterhaltung angesagt war. Zu erzählen gab es jede Menge. Dass fast alle mittlerweile dem Berufsdasein Ade gesagt haben, wie es um Gesundheitszustand sowie Familie stehe, womit man seinen jetzigen Lebensabschnitt gestalte. An noch mehr sich zu erinnern, galt es an die gemeinsam hier verbrachten vier Schuljahre. Besonders erkennbar wurde das beim Rundgang durch die inzwischen wesentlich vergrößerte Schulanlage. Aber wichtig für alle, ihrer Schulzeit damals von 1964 bis 1968 widmeten sie im Nachhinein eigentlich nur positive Worte, abgesehen von Kleinigkeiten, die wiederum viel Spaß und Freude hervorriefen. Und Ferdinand Damaschun (ehemals Elsterwerda), Hannelore Schurig/Erdmann (Bad Liebenwerda), Christina Purath/Schmadalla (Döllingen), Helmut Manig (Neuburxdorf) oder Gabriele Kirschner (Saathain), sie alle wussten schon zu gefallen mit ihren Geschichten. Denen, die dort gar vier Jahre gewohnt hatten, tat es richtig leid, nicht noch mal ins Dachgeschoss steigen zu können. Für ihr Geständnis, dem Haustier einer Lehrerin ohne deren Zutun und Wissen mal zu Zuwachs verholfen zu haben, ernteten sie viel Lachen.

Mit viel Aufmerksamkeit und Spaß kommentiert wurden zwischendurch vermittelte Einzelheiten über den Prüfungsablauf beim Abitur, die Stundenpläne sowie Lehrer von damals. Und schließlich setzte das Pläneschmieden zum nächsten Wiedersehenstreffen ganz intensiv ein.