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| 02:33 Uhr

Glätte Ursache für Tragödie bei Uebigau?

Die Frau hatte keine Chance: Rund 600 Meter wurde ihr Auto vom Zug mitgeschleift.
Die Frau hatte keine Chance: Rund 600 Meter wurde ihr Auto vom Zug mitgeschleift. FOTO: Frank Claus
Uebigau. Nach dem Zusammenstoß zwischen einem Auto und einer Regionalbahn nahe Uebigau (Elbe-Elster) gehen die Ermittler von einem tragischen Unglücksfall aus. Eine 30-jährige Frau war am Sonnabend gegen 18.30 Uhr auf dem Bahnübergang an der Straße zwischen Wahrenbrück und Uebigau in ihrem Auto von einem aus Falkenberg kommenden Regionalexpress erfasst worden. Frank Claus

Sie wurde durch den Aufprall im Fahrzeug eingeklemmt, rund 600 Meter vom Zug mitgeschleift und erlag noch am Unfallort ihren Verletzungen.

Nach Angaben von Oberstaatsanwalt Gernot Bantleon von der Staatsanwaltschaft Cottbus habe der Lokführer ausgesagt, dass die Halbschrankenanlage geschlossen gewesen sei. Das werde gegenwärtig noch geprüft. Zum Zeitpunkt des Unfalls war es spiegelglatt auf der Straße und auf dem auf einer leichten Anhöhe liegenden Bahnübergang. Experten der Dekra würden den Unfallhergang noch rekonstruieren, das Ergebnis liege dem Oberstaatsanwalt noch nicht vor.

Noch ist unklar, ob die Frau, die aus Richtung Uebigau kam, auf der eisglatten Straße ins Rutschen gekommen ist und so in die Gleisanlage zwischen den Halbschranken geriet oder ob sie die Halbschranken umfahren habe. Auf eine Obduktion wolle die Staatsanwaltschaft verzichten. Hinweise auf einen Suizid gebe es nach Aussagen des Oberstaatsanwaltes zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht. Allerdings hätten die Untersuchungen des Autos ergeben, dass noch die Sommerreifen aufgezogen waren.