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| 14:48 Uhr

Aus der Kurstadt
Es geht um Ernährung, Bewegung und mehr

Mitglieder des Kneipp-Vereins boten Getränke und Aufstriche an, die nicht nur lecker, sondern auch gesund waren.
Mitglieder des Kneipp-Vereins boten Getränke und Aufstriche an, die nicht nur lecker, sondern auch gesund waren. FOTO: Karsten Bär
Bad Liebenwerda. Beim Gesundheitstag in Bad Liebenwerda spielt nicht nur das Thema Krebs eine Rolle. Von Karsten Bär

Vor allem das Tatar aus gehackten Mandeln, Tomatenmark und frischen Kräutern war der Renner, doch auch der Zucchini-Haselnuss-Aufstrich oder die Schoko-Avocado-Creme hatten es in sich. Was die Mitglieder des Kneipp-Vereins Bad Liebenwerda an kleinen leckeren Snacks aus frischen und gesunden Zutaten bereithielten, ließ jedenfalls manchen Besucher gern einmal mehr zugreifen. Beim 14. Brandenburgischen Gesundheitstag in der Kurstadt Bad Liebenwerda, der am Sonnabend im HausLeben stattfand, stellten die Kneipp-Anhänger um Vereinsvorsitzende Alexandra Winter vor allem die gesunde Ernährung in den Mittelpunkt, die in der Lehre Sebastian Kneipps eine große Rolle spielt.

Gesunde Ernährung war auch ein Thema im Vortrag des Onkologen Dr. Stephan Kreher, mit dem der Gesundheitstag eröffnet wurde. Denn auf seine Ernährung zu achten, kann dazu beitragen, Krebserkrankungen zu vermeiden. „Alter ist der Risikofaktor Nummer eins“, so der Fachmediziner. Zum anderen spielt dabei jedoch auch die Lebensweise eine Rolle. Auf eine ganze Reihe von Risikofaktoren habe man selbst Einfluss. Hier verwies Kreher insbesondere auf das Rauchen, das den größten Einfluss auf die Entstehung vieler Krebsarten hat. Auch übermäßiger Alkoholkonsum spielt eine große Rolle, ebenso mangelnde Bewegung und Übergewicht, was sich unter anderem durch eine bewusste Ernährung beeinflussen lässt. UV-Strahlung ist ebenfalls ein bedeutender Risikofaktor. Neben der Vermeidung dieser Risiken ist laut dem Bad Liebenwerdaer Mediziner die regelmäßige Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen wichtig.

Bewegung, Ernährung, bewusster Lebenswandel – vieles, was Stephan Kreher in seinem Vortrag angesprochen hatte, fand sich beim Gesundheitstag auch bei den Ausstellern wieder. Mit unterschiedlichen Angeboten rund um Gesundheit, Prävention und begleitende Themen präsentierten sich mehr als ein Dutzend Akteure im HausLeben: angefangen bei den Angeboten, die im HausLeben Menschen mit der Diagnose Krebs offeriert werden, über Präsentationen der Median-Kliniken und des Wonnemar bis hin zu Neulingen wie dem Lieferservice für Regionalprodukte „soreegio“ aus Finsterwalde. Zudem war die Universität Potsdam im Rahmen ihres Projektes „Mobile Diagnostik und Beratung zur Prävention des metabolischen Syndroms und seiner Folgeerkrankungen in Brandenburg“ vor Ort und bot Untersuchungen von Personen im Alter zwischen 40 und 70 Jahren an. Für die Teilnehmer war es ein schneller Check von Risikofaktoren, für die Uni eine günstige Gelegenheit, um Daten für die Studie zu sammeln.

Interessierte Besucher waren beim Gesundheitstag fortwährend anwesend, auch wenn der ganz große Ansturm ausblieb. Was indes letztlich auch den Vorteil hatte, dass sich Besucher wie auch Aussteller füreinander Zeit nehmen konnten.