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| 18:33 Uhr

Baustelle B 101 Bad Liebenwerda-Elsterwerda:
Nach Unfall: Es bleibt bei Tempo 70

Stefan Wagenmann  ist Leiter des Straßenverkehrsamtes.
Stefan Wagenmann ist Leiter des Straßenverkehrsamtes. FOTO: Frank Claus
Bad Liebenwerda. Ist die Forderung nach Geschwindigkeitsreduzierung während der Bauzeit berechtigt? Von Frank Claus

Tempo 50 haben Bauleute während der Bauarbeiten für die B 101 zwischen Elsterwerda und Bad Liebenwerda gefordert. Die LR sprach mit dem Leiter des Straßenverkehrsamtes.

Können Sie die Forderung nachvollziehen?

Wagenmann: Im Prinzip ja, weil die Situation für Brummifahrer nicht einfach ist. Aber auch an anderen Stellen müssen sie fließenden Verkehr beachten.

Würde Tempo 50 Unfälle verhindern?

Wagenmann: Nein. Auch beim Auffahrunfall am Dienstag mit fünf Fahrzeugen war nicht die Geschwindigkeit Unfallursache, sondern Unaufmerksamkeit eines Fahrers auf der B 101. Ich bin mir sicher, Tempo 50 würde wenig Akzeptanz finden und ist auch nicht angebracht.

Warum nicht?

Wagenmann: Es ist eine sehr übersichtliche Bundesstraße. Wie überall haben auch dort Fahrzeugführer die Pflicht, ihre Geschwindigkeit den Gegebenheiten anzupassen. Wir schauen uns das trotzdem noch mal an. In der Tempo-70-Zone werden wir in Abständen die Geschwindigkeit messen.

Auch die Baustelle Bahnbrücke Elsterwerda verlangt Aufmerksamkeit.

Wagenmann: Das stimmt. Schon seit Längerem sind bundesweit Diskussion hinsichtlich der Arbeitsstättenrichtlinie bei Straßenbauarbeiten im Gange. Manche fordern, dass diese nur noch unter Vollsperrung ausgeführt werden dürfen. Man stelle sich die Umleitungen und die Belastungen für Anwohner an zumeist weniger komfortabel ausgebauten Umleitungsstrecken vor.

Mit Stefan Wagenmann sprach Frank Claus.