„Ich habe von vornherein erwartet, dass es nicht so einfach sein wird, zum jetzigen Zeitpunkt so ein Haus in Elsterwerda zu verkaufen“ , räumt Dr. Peter Urwank ein - wohl wissend, dass der Leerstand kein schöner Anblick in der Fußgängerzone ist.
Vor allem gesundheitliche Gründe hatten den Kraupaer, der vor gut elf Jahren das Geschäft der Eltern übernommen hatte, zur Schließung gezwungen. Gemeinsam mit seiner Schwester, die in Wiesbaden lebt, habe er sich zum Verkauf des Hauses entschieden, erzählt er. Ein Makler kümmert sich um diese Aufgabe. „Wir haben alles für die Übergabe vorbereitet. Vom Keller bis zum Boden ist alles beräumt“ , so Dr.Urwank. Ein Verkauf wäre, den passenden Interessenten vorausgesetzt, sofort realisierbar. Inzwischen seien auch die Schäden des letzten Sturmes behoben. Vor drei Jahren war das Mauerwerk trockengelegt worden. Die Eltern von Peter Urwank, Annelies und Walter Urwank, hatten im Dezember 1946 in der Berliner Straße in Elsterwerda ihr erstes Möbelhaus eröffnetet. Im Oktober des darauf folgenden Jahres zog das kleine Unternehmen in die Bahnhofstraße (heutiges Sportartikelgeschäft).
Am 1. Juni 1953 kam es zur Zwangsenteignung und das Möbelhaus Urwank gehörte zum Konsum. Die Enteignung wurde aber kurz darauf, am 28. Juli 1953, rückgängig gemacht. Urwanks waren wieder ein privates Unternehmen. 1956 zogen die Urwanks zum Standort in der Hauptstraße 23 um. (pos)