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| 13:25 Uhr

Gerti Töpfer tritt zurück

Auch Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski hatte sich nach seinem Amtsantritt um die Verbesserung der Kontakte zu den sächsischen Nachbarstädten und mit dem Landkreis Meißen bemüht und traf mit Gerti Töpfer, Landrat Arndt Steinbach (r.) und Hafen-Geschäftsführer Detlef Bütow (l.) zusammen.
Auch Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski hatte sich nach seinem Amtsantritt um die Verbesserung der Kontakte zu den sächsischen Nachbarstädten und mit dem Landkreis Meißen bemüht und traf mit Gerti Töpfer, Landrat Arndt Steinbach (r.) und Hafen-Geschäftsführer Detlef Bütow (l.) zusammen. FOTO: A. Kaminski/axk1
Riesa. Aus gesundheitlichen Gründen hat die Oberbürgermeisterin der Stadt Riesa, Gerti Töpfer (CDU), am Mittwochabend ihren Rücktritt erklärt. "Ich musste erkennen und für mich akzeptieren, dass ich das notwendige Arbeitspensum des Amtes auf Dauer nicht mehr leisten kann", heißt es in einer Presseerklärung, die auch auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht ist. Frank Claus

Die 60-Jährige leidet an einer chronischen Erkrankung der Wirbelsäule.

Seit Jahr 2003 ist Gerti Töpfer Oberbürgermeisterin in Riesa. Sie ist Nachfolgerin von Wolfram Köhler (CDU), der die Stadt einst zur Sportstadt ausbauen wollte und unter dessen Regie Leuchtturmprojekte wie die Erdgasarena entstanden. Lange Zeit stand die studierte Sport- und Biologielehrerin, die im Harz geboren wurde und 1976 nach Riesa zog, im Schatten ihres Amtsvorgängers.

Die Sächsische Zeitung beschäftigt sich mit dem Werdegang der Politikerin in Beiträgen ihrer Freitag-Ausgabe auf drei Seiten und lässt dabei sowohl sie als auch politische Weggefährten zu Wort kommen. Demnach kam die Entscheidung Gerti Töpfers für viele überraschend, obwohl ihre gesundheitlichen Probleme seit längerer Zeit bekannt waren. Um 17.46 Uhr sei sie am Mittwoch ans Rednerpult getreten, nachdem sie die Sitzung wie üblich geleitet habe, und gab ihre Entscheidung bekannt. Dabei habe sie mit den Tränen gekämpft.

In ihrer Erklärung heißt es: "Diese Entscheidung, die ich nach Beratung mit meinen Ärzten, meiner Familie und engen Vertrauten getroffen habe, ist mir sehr schwer gefallen, weil ich mein Amt auch in schweren Zeiten immer mit ganzem Einsatz und gern geführt habe.

Seit vielen Monaten war es mir aufgrund einer nicht heilbaren, chronischen orthopädischen Erkrankung nur noch möglich, unter Einnahme von Schmerzmitteln meinen Dienst zu versehen.

Im Februar dieses Jahres habe ich mich zur Durchführung einer Rehabilitationsmaßnahme in einer Spezialklinik entschieden. Leider konnte ich nach fünf Wochen Aufenthalt nur als arbeitsunfähig entlassen werden. Seit dieser Zeit ist es mir nur möglich, mit einer beschränkten Arbeitszeit meinen Dienst zu versehen. Nach ärztlichem Ermessen wird sich dieser Zustand in absehbarer Zeit nicht verändern."

Nach Angaben der Sächsischen Zeitung bleibt sie bis zum 31. Mai im Amt und werde dann die Amtsgeschäfte an den Baubürgermeister Tilo Lindner übergeben. Nach Aussagen des Meißner Landrates Arndt Steinbach (CDU), der sie in den Ruhestand versetzen wird, sei es realistisch, dass die Neuwahl des Riesaer Oberbürgermeister-Postens gleichzeitig mit der Landtagswahl am 31. August stattfinden könne. Diesem Termin müsse der Riesaer Stadtrat zuvor aber zustimmen.