In der ersten Hälfte wurde den Zuschauern nur Schmalkost angeboten. Teupitz präsentierte sich schwach, doch die Platzherren konnten daraus kein Kapital schlagen. Im Mittelfeld verloren die Rot-Schwarzen zu viele Zweikämpfe. Und im Angriff sollte die Chancenverwertung heute das größte ESV-Problem werden. Bestes Beispiel: In der 35. Minute servierte Uwe Hennig die Kugel genau zu Toni Born, doch der vergab aus drei Metern kläglich.
Konnte man der Lok-Truppe in der ersten Hälfte noch zu wenig Engagement vorwerfen, so bot sich nach der Pause ein anderes Bild: Seit langem agierten Mannschaft und Publikum mal wieder als Einheit: Auf dem Platz wurde gerackert, auf den Rängen angefeuert. Entsprechend euphorisch ging die bis dato sehr verunsicherte Lok-Truppe zu Werke. Teupitz versteckte sich nur noch in der eigenen Hälfte, das Führungstor lag in der Luft.
Doch immer wieder vergaben die Falkenberger beste Möglichkeiten. Toni Born lief dreimal aufs Gästetor und fand nie die Lücke. Thomas Schäfer donnerte den Ball an die Keeperarme statt ins Netz. Zwei Kracher von Steffen Bernhardt blieben in der Abwehrmauer der Gäste hängen. Das war zum Verzweifeln. Unnötige Fehlabspiele unterbrachen zudem ständig den Angriffswirbel. Dem ESV fehlt derzeit einfach die Souveränität.
Dass die Lok-Truppe am Ende noch als Verlierer vom Platz musste, überraschte selbst die Gäste. Ein Freistoß in der 85. Minute war der erste Teupitzer Torschuss in der zweiten Hälfte. Er wurde abgefälscht, Marcel Heil (Lok fehlen die Keeper, so musste der Mittelfeldmotor zwischen die Pfosten) konnte nur abklatschen lassen. Ein Teupitzer Angreifer schaltete am schnellsten - 0:1. Trotz allem sollte diese Leistung Mut für die kommenden schweren Aufgaben machen.
Tore: 0:1 ; Z.: keine Angaben.
ESV Lok: M. Heil, G. Müller, M. Hanke, R. Heischkel, P. Lobe (75. S. Bernhardt), M. Wolf, J. Birkholz (60. S. Schönitz), J. Lehmann, T. Born, T. Schäfer, U. Hennig.